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Avola

Abb. Avola

Arbeitssicherheit im Blick

Es ist keine neue Erkenntnis, dass in der Industrie, wie auch im Handwerk beim Maschineneinsatz gerne, aus welchen Motiven heraus auch immer, technische Manipulationen vorgenommen werden, die den Sicherheitsaspekt reduzieren.

Dies kann zu Arbeitsunfällen führen, die eine massive Einschränkung oder sogar den Verlust von manuellen Fertigkeiten für immer zur Folge haben.

Gerne werden zu dieser Thematik „Stanzen“ angeführt, aber auch der Maschineneinsatz von Sägen ist hier nicht zu vernachlässigen, so u.a. bei Kreissägen, die im Bauhandwerk eingesetzt werden.

Um diese Arbeitsunfälle zu verringern, wurden Sicherheitsnormen vorgegeben, wie beispielsweise die DIN EN 1870-1 für Kreissägen, was sich positiv ausgewirkt hat.

Es gibt aber nichts, was sich nicht doch noch manipulieren ließe.

Um etwatige Manipulationen weiter einzuschränken, entwickelte der Hattinger Hersteller Avola für seine Sägen einen Sensor, der verhindert, dass eine Maschine genutzt werden kann, wenn die Schutzhaube nicht geschlossen ist (vgl. Abb. oben – roter Bereich am Ende der Haube).

Diese Schutzfunktion wird vom Hersteller als “StOp-Schalter” bezeichnet und wurde auf der aktuellen bauma dem Besucher vorgestellt.

Während der Messe erhielt diese Entwicklung den diesjährigen EURO-TEST-PREIS von der BG-Bau.

In der Laudatio hieß es u.a.:
In der Baubranche bildet die Baustellenkreissäge (BKS) beim Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen mit ca. 40 % den Unfallschwerpunkt.
Mit der Verwendung des StOp-Schalters wird sichergestellt, dass die Schutzhaube beim Einschalten das Sägeblatt abdeckt. Wenn dies nicht der Fall ist, kann die BKS nicht eingeschaltet werden.

Für Verwender ergibt sich hieraus die Frage, ob dieser Sicherheitsschalter nachrüstbar ist.

Der Hersteller betont, dass die Nachrüstbarkeit für alle Sägen, die mit der aktuellen Haube ausgestattet sind, gegeben ist.

Nach Einschätzung des Anbieters, könnte dies bei ca. 25.000 Maschinen, die seit Anfang 2010 in den Verkauf gelangten und sich aktuell noch im Einsatz befinden, erfolgen.

Als Kostenfaktor für einen Nachrüstsatz werden ca. 800 Euro aufgerufen, der durch eine Förderung von 150 Euro durch die BG-Bau vermindert werden kann.

Mit dem Zuschuss geht auch die Erwartung einher, dass der Einsatz dieses Sensors sich zügig am Markt durchsetzt und sich eine messbare Senkung der Schnittverletzungen im Zusammenhang mit Baukreissägen einstellt.

April 2019