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Studie Regenwassernutzung

Zur diesjährigen Galabau in Nürnberg stellte die Mall GmbH eine eigene Studie zum Thema “Regenwassernutzung” vor.

Die Studie beruht auf 170 Antworten von einer im Juni/Juli d.J. durchgeführten Schnellumfrage von Mitgliedsbetrieben im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.

Der Einbau von Zisternen aus Beton oder Kunststoff ist Voraussetzung für eine sinnvolle Regenwasser- nutzung, wobei festgestellt wurde, dass von einem ca. 50:50 Verhältnis beim eingesetzten Material – Kunststoff oder Beton, auszugehen ist.

Ferner wurde festgestellt, dass Regenwassernutzung überwiegend ein Aspekt der Privathaushalte (88,65 %) ist.
Gewerbebetriebe mit 7,53% und Kommunen 3,82% weisen ein deutlich reduzierteres Nutzungs- verhalten auf.

Insgesamt sind in Deutschland im Eigenheimsektor schon ca. zwei Millionen Zisternen im Einsatz.

Bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland ist ein regionales Ungleichgewicht festzustellen, wobei südliche Regionen einen höheren Akzeptanzgrad aufweisen.
So entfallen 55 Prozent der genutzten Zisternen auf Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland; 35% auf Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie 10% auf die neuen Bundesländer.

Genutzt wird das gesammelte Regenwasser, dem Verhalten von Privathaushalten entsprechend, in der Gartenbewässerung, der Toilettenspülung, wie auch bei der Wäsche.

Die Studie stellt fest, dass durch die Sammlung von Regenwasser jedes Jahr gut 100 Millionen Liter an Frischwasser eingespart werden kann.

Geht man von den oben aufgezeigten Nutzungsverhalten auf, ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkwasser in Deutschland, der zur Zeit bei 122 Litern täglich mit leicht rückläufiger Tendenz liegt, weiter reduzierbar, wenn das Regenwasser noch stärker gespeichert wird.

Festzustellen ist, dass von weiterer Nachfrage auszugehen ist, da allein 2011 zwischen 63.000 und 68.000 neue Regenwasserbehälter aus Beton oder Kunststoff im Wert von ungefähr 380 Millionen Euro (+5,5%) eingebaut wurden.
Eingebaut werden im Galabau, so die Studie, die Zisternen zu 62 % bei Gartenneuanlagen bzw. 37% bei Renovierungsmaßnahmen von Grünanlagen

Sicherlich ist es nicht der ökologische Aspekt allein, der dieses Handeln bewirkt, denn man kann davon ausgehen, dass durch das Auffangen des Regenwassers jährlich Wassergebühren in Höhe von 447 Millionen Euro eingespart werden können.

So ist es auch nicht verwunderlich, das 99.4 % der befragten Mitglieder sich mit Regenwassernutzung beschäftigen und eine gleichbleibende Zuwachsrate des Marktes erwarten; einige sogar mit einem überproportionalem Marktverhalten rechnen.

Das Donaueschinger Unternehmen unterstützt mit einem sog. „Handwerkermarketing“ diesen Markttrend, indem den interessierten Galabauern zur Kundenakquise Broschüren, Handouts u.a.m. zur Verfügung gestellt werden.

Eine weitere Studie ist, so der Stand zur GaLaBau, zur Bau in München geplant – hier ist dann der Hoch- und Tiefbauer im Fokus.

September 2012