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Triflex

Foto: Triflex

Dachabdichtung auch bei Kälte

Die Bitumen-Dachabdichtung des im Jahr 2002 errichteten Wohn- und Geschäftshauses wies Risse und Versprödungen auf, daher war eine Instandsetzung dringend erforderlich.

Generell stellen Flachdach-Konstruktionen hohe Ansprüche an das verwendete Abdichtungsmaterial, denn es soll einen zuverlässigen Schutz vor Feuchteeintrag gewährleisten und zudem chemischen, mechanischen und thermischen Belastungen standhalten.
Diesen Anforderungen wurde die etwa 16 Jahre alte Bitumenabdichtung nicht mehr gerecht.

Der Immobilienbesitzer, die HCP Invest GmbH & Co. KG, war an einer wirtschaftlichen Lösung interessiert, die auch im Winter umgesetzt werden kann.

Sie beauftragte damit die ABD Bedachungen GmbH, die das Objekt zuvor gewartet und dem Eigentümer anschließend die Baumaßnahme empfohlen hatte.

Ferner galt es, die Mieter so wenig wie möglich durch Schmutz- und Lärmbelästigungen zu beeinträchtigen, was zu einer temporären Absturzsicherung anstelle eines Gerüstes führte.
Zur Sanierung war ein kostensparendes System gefragt, das ohne Abriss auf dem vorhandenen Untergrund aufgebracht werden kann und es sollte eine funktionstüchtige Abdichtung ergeben, die Umwelt- und Witterungseinflüssen langfristig standhält.

Zudem war eine Systemlösung gewünscht, die eine schnelle und einfache Umsetzung von Wartungswegen ermöglicht.

Aufgrund der zahlreichen Durchdringungen wie Sekuranten, Lüfter und einer Lichtkuppel empfahl der Verarbeiter den schnell reaktiven Flüssigkunststoff auf Polymethylmethacrylat-Basis (PMMA).

Zum Einsatz kam das vliesarmierte Triflex ProTect.

Aufgrund des geringen Flächengewichtes von unter 4 kg/m2 des eingesetzten Produktes konnte es auf die vorhandenen Bitumenbahnen aufgebracht werden.

Durch das integrierte Spezialvlies ergibt sich zudem eine hohe Rissüberbrückung und die Abdichtung bleibt dauerhaft flexibel.
Flüssig appliziert, bindet das Harz auch die komplizierten Details wie Sekuranten, Lüfter und Lichtkuppeln sicher in die Abdichtung ein.

Die optimale Haftungseigenschaft verhindert auch Unterläufigkeit durch Regenwasser und sorgt innerhalb kürzester Zeit für einen vollflächigen Bauwerksschutz.
Da die Baumaßnahme im Januar und Februar, also im Winter 2018 stattfinden sollte, musste die Instandsetzung auch bei schlechter Witterung und niedrigen Temperaturen möglich sein.

Weil das Abdichtungssystem bis Untergrundtemperaturen bis 0° C eingesetzt werden kann, ist es auch in dieser Jahreszeit verarbeitbar.

Zunächst fegten die Verarbeiter die alte Dachhaut ab und lose Bestandteile wurden entfernt.
Die vorhandenen Blasen in der Bitumenbahn wurden anschließend überarbeitet.

Danach erfolgte das Anarbeiten aller Details und Durchdringungen mit Triflex ProDetail.

Weil das Abdichtungssystem vollflächig vliesarmiert ist, sorgt es für eine dauerhafte Elastizität.
Damit können thermisch bedingte Bewegungen des Bauwerks, insbesondere im Bereich der Details zu Rissen, welche zu Beeinträchtigung der Abdichtung führen können, schadlos aufgenommen, so der Hersteller.

Auf die Fläche wurde dann Triflex ProTect vorgelegt, das Vlies ohne Lufteinschluss eingearbeitet und nachfolgend eine zweite Lage aufgebracht.

Zur Herstellung der Wartungswege wurde die rutschhemmende Beschichtung Triflex Cryl SC 237 in der Farbe Verkehrsgelb eingesetzt.
„Das ist insbesondere in Verbindung mit Feuchtigkeit und Eisbildung von Vorteil“, so René Zschiebsch der Geschäftsführer und Dachdeckermeister des ausführenden Handwerksbetriebes.
Das langlebige, UV-/IR-beständige System haftet vollflächig und ist bereits zwei Stunden nach der Applikation voll begehbar.

Ohne Abriss haben die Verarbeiter das Dach des Wohn- und Geschäftshauses an der Berliner Bölschestraße langzeitsicher abgedichtet und damit einen hochwertigen Bauwerksschutz geschaffen.
„Durch das optisch eindeutige Definieren der Wartungswege ist zudem das Risiko einer Beschädigung der Dachhaut durch andere Gewerke überschaubar“, so Zschiebsch weiter.

November 2019