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Paschal

Bild: PASCHAL

Schalungssystem für Neubaubrücken

Die Bauunternehmung Wilhelm Becker GmbH & Co. KG erstellte im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe für die Ortsumgehung Barntrup, die Teil des Gesamtverkehrs- konzeptes Lippes ist, die Brückenbauwerke 4 und 9 im parallelen Baubetrieb.

Das Brückenbauwerk 4 wird nach Fertigstellung der Unterführung der zu errichtenden B 66n dienen.

Als „Eisenbahnbrücke“ wurde dieses Brückenbauwerk als einfeldrige Verbundkonstruktion in WIB-Bauweise gem. der DB-Ril 804.9010 mit einer Stützweite von 21,862 m ausgeführt.

Das Brückenbauwerk 9 wird nach Fertigstellung der Überführung der B 66n über die Bahntrasse „Alverdissen-Barntrup“ dienen.

Da diese Brückenkonstruktion ohne Widerlager in den Parallelflügen konstruiert ist, wurde sie nach Vorgaben der Tragwerksplanung als einfeldrige, integrale Rahmenkonstruktion mit einer Stützweite von 14,20 m ausgeführt.

Das Bauunternehmen wandte sich bezüglich der Schalungen an den ortsnahen Vertreter von PASCHAL, zudem eine gewachsene wirtschaftliche Beziehung besteht.
Zur Erstellung eines kundenspezifischen Mietangebotes wurde zudem die Niederlassung des Herstellers in Gifhorn betraut, die auf Basis der Bau- und Konstruktionszeichnungen die komplette Schalungsplanung mit der hauseigenen Software Plan Pro (PPP) erstellte und kalkulierte.

Im Rahmen der Vorbereitungsgespräche für die optimale Schalungsplanung fiel die Entscheidung das Schalsystem LOGO.3 zu verwenden, um die vier Brückenwiderlager für die Bauwerke 4 und 9 im System zu schalen.

Zudem verfügte die Bauunternehmung über eigene Schalungssysteme, die Universalschalung Raster/GE und die Stahlrahmenschalung Athlet aus gleichem Hause, mit denen die tragenden Gründungsplatten mit Dicken von bis zu 1,60 m schon eingeschalt und betoniert wurden.

Bei den im Mai 2019 begonnenen Bauarbeiten verwies der Bauleiter Stephan Hirchmann auf die Besonderheiten der LOGO.3, da es mit ihr u.a. möglich sei, die beiden Kammerwände des Bauwerks 4 im System mit zu schalen.

Das war für die Bauunternehmung ein weiterer und besonderer Vorteil, weil jedes der vier Brückenwiderlager komplett in einem Takt geschalt und betoniert wurde.

Die LOGO.3 wurde von den Schalungsexperten bei der Schalungsplanung mit den Scharnierecken in kompletter Schalhöhe kombiniert, um alle spitz-, stumpf- und rechtwinklige Schalecken exakt und im System schalen zu können.

Die schrägverlaufenden Schaleinlagen zur jeweiligen Hangangleichung wurden bauseits von den Stahlbetonbauern der Bauunternehmung als Holzkonstruktionen angefertigt.
Gleiches galt für einige Ausgleiche, die bewusst in Holz ausgeführt wurden, weil bedingt durch den enormen Frischbetondruck die asymmetrischen Eckausbildungen zusätzlich quer abgespannt werden mussten.

Im Anschluss wurde jedes Brückenwiderlager am Bauwerk 4 in einem Takt rund 290 m³ Beton der Güte C 30/37 auf rund 9,00 m Höhe betoniert.

Zudem wurden bei den größeren Widerlagern für das Brückenbauwerk 9 je Widerlager rund 350 m³ Beton in einem Takt auf über 9 m Höhe betoniert.

Um auch den vorgegebenen optischen Qualitäten gemäß dem Leistungsverzeichnis zu entsprechen, wurden die Schalelemente, für die nicht erdverdeckten Stahlbetonflächen bei beiden Bauwerken bauseits mit sägerauen Schalbrettern belegt und in Sichtbetonqualität von der Bauunternehmung ausgeführt

Der Hersteller stellt auch bei dieser Verwendung die Vielfältigkeit seines Systems heraus und zielt hier auch auf die Kombination mit Sicherheitseinrichtungen ab.

So wurde jeder Betonierabschnitt mit der multifunktionalen Arbeitsplattform Multip für den sicheren Auf- und Abstieg ausgerüstet.

Da die Multip und die LOGO.3-Schalelemente wiederum mit den LOGO.3-Laufkonsolen zu kombinieren sind, seien zudem beim Schalen, beim Abspannen wie beim Betonieren die wichtigen und erforderlichen Arbeitssicherheiten bedient, was ferner auch zu einer Arbeitserleichterung für die Baufacharbeiter führe.

Januar 2020