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Hünnebeck

Bild: Hünnebeck

Der ST 60 Stützenturm nun auch in Deutschland

Im französischen Markt wurde das nun im deutschen Schalungsmarkt eingeführte Produkt von Hünnebeck bereits vor Jahren eingeführt.

Hier wurden, so der Hersteller, alle Sicherheitsfaktoren mit viel Lob aufgenommen.
Die dargelegten Gründe liegen, so die weitere Ausführung, in der Einfachheit des Systems, denn der ST 60 Baukasten besteht aus lediglich sechs Basisteilen.

So lassen sich mit nur zwei Rahmen drei Turmbreiten herstellen:
113 cm x 113 cm, 150 cm x 150 cm und 113 cm x 150 cm.

Wie weiter betont wird, weist das System eine Belastbarkeit bis zu 240 kN pro Stützturm (60 kN pro Stiel) auf und die Kombinierbarkeit des Systems mit Alu- und Stahlträgern wie auch mit Holzschalungsträgern (H 20 und R 24) sorgen für eine hohe Tragfähigkeit und eine sichere Lastableitung in den typischen Einsatzhöhen zwischen 3 m und 15 m.

Zudem wiegt beispielsweise kein Teil dieses Systems, das sowohl der DIN EN 12810 wie auch der DIN EN 12811 entspricht, mehr als 15 kg.

Zu den wesentlichen Eigenschaften des ST 60 Turms zählt ein besonderes Belagumsetzverfahren:
Die Beläge (Lastklasse 4) werden mit einer speziellen Belaghebevorrichtung einfach und ergonomisch auf die nächste Ebene versetzt.
Ist der Turm fertig montiert, kann er auf der Baustelle mit einem Kran versetzt werden.

Der in Frankreich eingeführte „Power Tower“ wurde von der Riedel Bau GmbH & Co. KG beim Rohbau des neuen Operativen Zentrums der Uniklinik Erlangen eingesetzt.

Der 160 m lange und 26 m breite Zweckbau besteht aus zwei unterirdischen und sieben oberirdischen Geschossen.
Mit nahezu 15.000 m2 Nutzfläche wird er nach Fertigstellung eine bauliche und funktionale Einheit mit dem bereits errichteten Bettenhaus der Chirurgie bilden.
Neben zwanzig OP-Sälen werden hier Intensivpflege, Untersuchungs- und Behandlungsbereich, Radiologie und natürlich auch Forschung & Lehre untergebracht sein.

Mit den Klassikern des Anbieters Manto Großrahmenschalung an der Wand und Topec Modulschalung an der Decke ist das 31 m hohe Gebäude in den letzten 24 Monaten emporgewachsen.
Das Unterstützungssystem ST 60 wurde als Traggerüst zur Erstellung einer 21 m breiten und 24 m langen Durchfahrt eingesetzt.
Fast 12 m hoch musste die Schalungsunterstellung an einigen Stellen sein und die Last aus mächtigen Unterzügen (100 cm x 240 cm) ableiten.

Experten vom Hersteller haben ein auf diesen Einsatz bestimmtes Traggerüst aus ST 60 Türmen in Kombination mit ID 15 und Material aus dem Modex Modulgerüstsystem entwickelt, das die Lasten aus der Holzträger- schalung für Decke und Unterzüge aufnahm.

Der Riedel-Bauleiter Sebastian Göller skizziert die Anforderungen:
„Rund 6 Tonnen pro Meter wiegt so ein Unterzug, Schalung und Betonierlast kommen noch hinzu und das Ganze auch noch bei zehn bis zwölf Metern Höhe. Da braucht man schon eine leistungsfähige Schalungs- unterstellung, die sich dann auch noch baustellengerecht unter beengten Verhältnissen zügig und sicher aufbauen lässt.
Den Hünnebeck Schalmeister, der zur Einweisung in das neue Traggerüstsystem vor Ort war, hätten wir eigentlich gar nicht gebraucht. Das System ist selbsterklärend“.

Oktober 2018