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Baukonjunktur zum Jahresende positiv

Die Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen ergaben saisonbereinigt einen Anstieg des effektiven Arbeitsvolumens im Dezember 2018 gegenüber dem Vormonat um 1,8 %.

Während im November die geleisteten Arbeitsstunden noch gesunken waren, zogen die Leistungen zum Jahresende, sicherlich auch durch die Wetterverhältnisse bedingt, an.

Zudem seien auch die Frühindikatoren positiv zu bewerten, so die SOKA-BAU weiter, denn die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe seien im November bereits den dritten Monat in Folge gestiegen (+ 6,1 %).

Zudem zeigen die Baugenehmigungen im Hochbau im November eine entsprechende Entwicklung (+ 3,4 %).

Wie weiter ausgeführt wird, wird diese Entwicklung allerdings allein von einem Anstieg der Genehmigungszahlen im Wohnungsbau getrieben.
Im Wirtschaftsbau sanken dagegen die Baugenehmigungen bereits zum dritten Mal in Folge.

Diese unterschiedliche Entwicklung in den Bausparten sei jedoch auf absehbare Zeit wohl nicht veränderbar.
Als Indikatoren werden hier die Finanzierungskonditionen für den privaten Wohnungsbau aufgezeigt, die angesichts schwindender Zinserhöhungserwartungen sich zuletzt wieder verbessert zeigen.
So liegt der Zinssatz für Hypothekenkredite mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Jahres 2018.

Bei den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes hätten jedoch stark sinkende Neuaufträge zu einem neuerlichen Stimmungseinbruch gesorgt.
Beeinflusset wird dies auch, so die weitere Ausführung, durch die Unsicherheit aufgrund des bevorstehenden EU-Austritts Großbritanniens und der damit verbundenen ungeklärten Handelskonstellationen, die insbesondere die Aufträge aus dem Ausland reduzieren dürften.

Im öffentlichen Bau stützt auch weiterhin der Investitionshochlauf des Bundes.

Für das Gesamtjahr erwartet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) daher einen Anstieg des nominalen Umsatzes im Bauhauptgewerbe um 6,0 %.

Februar 2019