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Ausbildung im Bauhandwerk mit erfreulicher Entwicklung

Als Entwarnung für die zukünftige Situation im Bauhandwerk ist es sicherlich nicht zu bewerten, jedoch erfreulich ist es allemal, dass nach Zahlen von SOKA-BAU die Anzahl der neuen Ausbildungsverhältnisse in der Bauwirtschaft (Stand 30.09.) kräftig um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat.

Wie weiter ausgeführt wird, sind die Zahlen aufgrund der erfahrungsgemäß relativ vielen Nachmeldungen noch vorläufig; nach Schätzungen dürfte die Zahl neuer Ausbildungsverhältnisse aber auch zum Jahresende mit rund 13.000 deutlich über dem Vorjahresniveau (12.709) liegen.

Im Vorjahr hatten die neuen Ausbildungsverhältnisse bereits um rund 7,5 % zugenommen, womit sich der Ausbildungsmarkt in der Bauwirtschaft nach jetzigem Stand erneut besser entwickelt als in anderen Branchen.

Im Vergleich werden die Angaben der Bundesagentur für Arbeit herangezogen, die basierend auf die
gemeldeten neuen Ausbildungsverhältnisse im Bundesdurchschnitt (Stand August) sogar im Jahresvergleich eine um 1,1 % reduzierte Vertragsmenge aufführt.

Die SOKA sieht hierin eine besondere Attraktivität der Bauausbildungsberufe, denn zum einen werden diese im Branchenvergleich am besten entlohnt.

So wird die Ausbildung zu einem Bauberuf wie zum Beispiel Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer mit dem höchsten Azubi-Gehalt aller Ausbildungsberufe entlohnt.

Zum anderen sind die Bau-Auszubildenden mit ihrer Ausbildung überdurchschnittlich zufrieden, wie der Vergleich einer kürzlich von SOKA-BAU in Auftrag gegebenen Befragung mit dem DGB-Jugend Ausbildungsreport zeigt.

Danach sind rund 80 % der Auszubildenden in der Baubranche mit ihrer Ausbildung sehr zufrieden bzw. zufrieden, während dies nur für 70 % der Auszubildenden in den 25 am meisten nachgefragten
Ausbildungsberufen gilt.

Nicht zu übersehen ist jedoch auch, dass die Ausbildungsbewerber gerade in der Bauwirtschaft eine vergleichsweise große Auswahl an offenen Stellen vorfindet, denn während der gesamte Ausbildungsmarkt in Deutschland gerade einmal ausgeglichen ist und auf einen Bewerber rechnerisch eine Ausbildungsstelle kommt, liegt in den Bauberufen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ein deutliches Überangebot an Ausbildungsstellen in Höhe von 40 % vor.

Das große Angebot an Ausbildungsstellen ist, so die SOKA weiter, u. a. ein Erfolg der umlagefinanzierten Ausbildungsförderung, die alle Baubetriebe an der Finanzierung der Ausbildung beteiligt und somit die Ausbildungsbetriebe kostenmäßig entlastet werden.

Ferner ist feststellbar, dass die Zahl der Bau-Ausbildungsbetriebe den Zahlen zufolge ebenfalls erneut gestiegen ist, und zwar um rund ein Prozent.

Darüber hinaus dürfte die positive Entwicklung des Ausbildungsmarktes in der Bauwirtschaft erneut zu einem Großteil ausländischen Bewerbern, insbesondere denen aus Flüchtlingsherkunftsländern, zu verdanken sein, so die weitere Interpretation.

Zudem wird dargelegt, dass in der Jobbörse von SOKA-BAU sich derzeit immer noch mehr als 1.000 offene Ausbildungsstellen befinden.

Oktober 2018