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Huesker

Bild: Huesker

Stützbauwerke für Steilböschungen bis Brückenwiderlager

Unter Fortrac Systems führt Huesker nun Erdbauwerke wie Stützkonstruktionen oder -wände aus Geokunststoff (Fortrac) mit bewehrter Erde als eine Systemeinheit zusammen, da sich diese im Vergleich zu konventionell errichteten Stützbauwerken häufig, so der Hersteller, als effizientere und nachhaltigere Alternative durch die Verwendung lokaler Böden und zudem mit weniger CO2-Emissionen belastet erweisen würden.

Flankiert würde dies auch durch kürzere Bauzeiten, reduziertem Materialaufwand, dem Einsatz von Maschinen und Vorteile beim Transport.

Ferner sei das Fortrac bewehrte Erde System selbst bei schwierigen Bodenverhältnissen einsetzbar und erfülle höchste Anforderungen an die Standsicherheit.

Herzstück dieses Systems ist ein Erdkörper, der durch den lagenweisen Einbau von Fortrac Geogittern bewehrt wird.
Diese nehmen Zugkräfte auf und verbessern dadurch die mechanischen Eigenschaften des Verbundmaterials.

Es wird weiter betont, dass sich hierdurch nicht nur eine gute Dehnsteifigkeit und Zugfestigkeit ergibt, sondern aufgrund der spezifischen Flexibilität von Fortrac Gittern sich ferner eine sehr hohe Verbundflexibilität einstellt, mit dem Resultat einer optimalen Bodenanpassung.

Im Vergleich zu starren Geogittern seien sie daher deutlich einfacher, schneller und damit günstiger zu verarbeiten.

Das Fortrac System ist mit vier Frontlösungen modular aufgebaut:
Fortrac Nature, Fortrac Block, Fortrac Panel und Fortrac Gabion.

Diese Lösungen übernehmen dabei nicht nur gestalterische, sondern auch funktionelle oder statisch unterstützende Funktionen, womit sich ein breit gefächertes Verwendungsfeld ergibt, so können neben Stütz- und Schwergewichtswände wie beispielsweise Brückenwiderlager und Hangsicherungen, aber auch Steilböschungen und Erddruckfänger wie übersteile Böschungen oder Stützmauern im Wasser eine Anwendungsoption sein.

Das begrünbare Facing Fortrac Nature füge sich, so der Anbieter weiter, besonders harmonisch in die Landschaft ein und böte zusätzlich kleinen Vögeln und Insekten Schutz.
Es sei zudem kostengünstig und kann je nach Bauausführung auch nur temporär eingesetzt werden.

Beim Thema Lärmschutz wird „Gabion“ in den Vordergrund gestellt, denn dort wo erhöhte Lärmschutzanforderungen bestehen (schallabsorbierend bis Lärmschutzkategorie A 3) sei diese Version zu empfehlen, da das System als wartungsarm und unempfindlich gegenüber äußeren Einwirkungen wie Feuer, UV-Strahlung und Vandalismus gelte.

Wer klassische Mauern bevorzugt, der wird mit der „Block–Variante“ eine von edel bis zur rustikalen Optik reichende Ausführung seine individuellen architektonischen Akzente setzen können.
So käme das System bei terrassierten Mauern und geschwungenen Linien besonders zur Geltung.
Zudem kann es durch die Verwendung hochwertiger PVA Geogitter direkt an sulfathaltigen Gewässern und in alkalischen, bindigen Böden errichtet werden.

Der Verwendungsnutzen bei „Panel“ wird vor allem dort gesehen, wo kurze Bauzeiten und eine Alternative zu klassischen Betonlösungen gefordert würden, denn durch den Wegfall aufwendiger Gründungen, die einfache Bewehrte-Erde-Bauweise und den Einsatz vorkonfektionierter Betonfertigteile, wäre das System recht schnell einsatzfähig.

So könnten beispielsweise viele Brückenwiderlager innerhalb kurzer Bauzeit und somit mit Kosteneinsparungen realisiert werden.

Der Anbieter betrachtet Geokunststoffbewehrte-Erde-Systeme nicht nur als eine moderne und wirtschaftliche, sondern auch eine ressourcen- und klimaschonende Alternative.
So seien Einsparungen von bis zu 85 Prozent CO2-Emissionen und eine Reduzierung von bis zu 75 Prozent des Energieverbrauchs im Vergleich zu Betonkonstruktionen möglich.

Juli 2020