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Referenzprojekt für DSH-V
In Deutschland macht das DSH-V (Dünne Schicht im Heißeinbau auf Versiegelung) Verfahren zur Deckschicht-Erneuerung seit ungefähr 10 Jahren Straßen im abgenutzen Zustand wieder nutzbar.
Diese Anwendung bietet eine wirtschaftliche Instandsetzung, da die Frästiefe gering ist und die Fahrbahn bereits nach einigen Stunden wieder freigegeben werden kann.
Unter diesen Aspekten läßt sich nicht nur ein ökonomischer, sondern auch ein ökologischer Vorteil ausmachen.
Der gute Schichtenverbund erhöht die Lebensdauer des Straßenbelags. Darüber hinaus ist der heiß eingebaute Asphalt „leiser“, denn die DSH-V-Schicht hat eine lärmmindernde Wirkung.
Ein Sprühfertiger, der so genannte Spray Jet, übernimmt beide Arbeitsschritte in einem. Der Spray Jet erledigt das Vorsprühen der Bitumenemulsion sowie das Einbauen der Asphaltschicht.
Zwischen den beiden Vorgängen liegen keine Pausen, wodurch der Baustellenverkehr nicht mehr über die frisch aufgetragene Bindemittelschicht fährt. Hierdurch können auch Verschmutzungen anderer Verkehrsflächen vermieden werden.
Der gesamte Baustellentransport reduziert sich daher ebenso wie die Bauzeit.
Nun wird dieses Verfahren erstmals auch in Österreich angewandt.
Bisher wurden in Österreich Fahrbahndecken entweder mit klassischem Heißmischgut oder im Kaltverfahren saniert. Während im Vergleich beim Kaltverfahren eine Bitumenemulsion aufgesprüht und Split eingemischt wird, wird beim DSH-V-Belag eine bis zu zwei Zentimeter dicke Asphaltschicht auf die Bitumenemulsion aufgetragen
Im Sommer diesen Jahres erteilte die Landesregierung Oberösterreich den Auftrag zu Erneuerung eines Teilstücks der B141 bei Ried mit diesem Verfahren.
Es sollte sowohl die Maschinentechnologie des Vorspritzfertigers als auch das Mischgut DSH-V getestet werden.
Im Auftrag der Landesregierung Oberösterreich erneuerte die MAX STREICHER GmbH & Co. KG aA mit diesem Pilotprojekt 600 Meter der Landesstraße.
Das ausführende Unternehmen erstellte in Deutschland bereits mehr als 250.000 Quadratmeter in DSH-V, wodurch qualifizierte Erfahrungswerte genutzt werden konnten.
Im August d.J. wurden die Arbeiten erfolgreich abgeschlossen und Dipl.-Ingenieur Wolfgang Wießmayer, Leiter der baulichen Erhaltung der Direktion Straßenbau und Verkehr, äußerte sich bei einer Besichtigung der Baustelle lobend zum Pilotprojekt: „Die Abwicklung der Baustelle erfolgte in professioneller Art und Weise. Der eingebaute DSH-V liegt sehr vielversprechend auf der B141 Rieder Straße und wir erwarten schon mit großer Spannung sowohl die Ergebnisse der umfassenden Abnahmeprüfung als auch die zukünftige Entwicklung dieses Belages.“



