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Hamm

Bild: Hamm

Schwingungstechnik und geteilte Bandagen

Auf der Bauma stellte Hamm erstmals Walzen mit geteilter Oszillationsbandage vor.

Geteilte Bandagen finden ihren Anwendungsvorteil besonders bei der Verdichtung in Kurven und Kreisverkehren sowie bei der Komprimierung verschiebeempfindlicher Asphaltsorten, wie Splittmastix-Asphalten oder polymermodifizierten Mischgütern.

Geteilte Bandagen sind nicht neu auf dem Markt.
Seit Jahren wird der Anwendungsvorteil einer Teilung genutzt, denn dies ermöglicht durch eine unterschiedliche Rotation der Walze Materialverschiebungen und Rissbildungen zu verhindern.

Hamm

Neu ist, dass der Hersteller diesen Nutzen mit den Vorteilen der Oszillationsverdichtung verknüpft hat und eine geteilte Bandage mit Oszillation auf der Messe vorgestellte.

Technisch arbeitet somit in der geteilten Oszillationsbandage in jeder Hälfte eine eigenständige, mechanisch unabhängige Oszillations-Einheit.
Dabei passt eine integrierte Regelung die Stellung der Unwuchten schnell und präzise an die Stellung der Bandagenhälften an, wodurch beide Bandagenhälften – trotz ihrer unterschiedlichen Drehgeschwindigkeit bei Kurvenfahrten – jederzeit synchron schwingen.
Diese Synchronisation beider Hälften erfolgt elektrohydraulisch.

Ferner verweist der Anbieter darauf, dass alle Oszillationsbandagen, unabhängig ob geteilt oder nicht, für die Walzmäntel ab sofort einen besonders hochverschleißfesten Feinkornstahl mit noch größerer Materialstärke als er bisher verwendet worden ist erhalten, wodurch sich eine erhöhte Lebensdauer einstellt, so die Produktinformation.

Zudem wird herausgestellt, dass ab sofort alle Oszillationsbandagen komplett wartungsfrei sind.
Dies führt u.a. auch dazu, dass durch die Verwendung eines optimierten Antriebskonzeptes und neuartiger Zahnriemen ein Wechsel der Zahnriemen nach 2.000 Betriebsstunden nicht mehr notwendig ist; auch der Ölwechsel ist, so die weitere Ausführung, bei den Oszillationswalzen künftig nicht mehr erforderlich.

Das Tirschenreuther Unternehmen bietet unter dem Begriff HCQ (HAMM Compaction Quality) eine große Palette an Modulen zur Verdichtungsmessung und -dokumentation an.
Ergänzt wird dieses Angebot nun um eine Weltneuheit, die es erstmals ermöglicht eine Verdichtungsmessung im Oszillationsmodus durchzuführen, so die weitere Darstellung.

Der Kern dieses als HAMM Compaction Meter VIO bezeichnete Systems ist ein 2-Achs-Beschleunigungs- aufnehmer und eine neue, erweitere Software.
Diese ermittelt nach einem patentierten Verfahren den HMV-Wert.
Er entspricht der erzielten Verdichtung und wird auf dem Display am Fahrerstand angezeigt.
Vorteilhaft für den Walzenfahrer ist, dass er keine zusätzlichen Eingaben tätigen muss.

Wird der HMV-Wert im HCQ Navigator aufgezeichnet, kann zudem mit Hilfe einer Kalibrierung auch die tatsächliche Verdichtung ermittelt werden.
Hiermit können die VIO-Walzen jetzt bei sämtlichen FDVK-Anwendungen ihre Überfahrten mit belastbaren Messwerten nachvollziehbar dokumentieren.

Das System ist ab sofort verfügbar für die VIO-Walzenzüge H 7i VIO und H 13i VIO.

April 2019