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Foto: Funke Kunststoffe

Dessau feiert das Bauhaus-Jubiläum

Mit der Stadt Dessau wird häufig der Name des Flugzeugherstellers Junkers, der u.a. die JU 52 („Tante Ju“) gebaut hat und das Bauhaus verbunden.
Das in diesem Jahr stattfindende 100-jährige Jubiläum des Bauhauses geht zurück auf die Gründung im Jahre 1919, die in Weimar erfolgte.

Dort wurde die Kunstgewerbeschule aufgelöst und Walter Gropius gab ihr den neuen Namen:
Staatliches Bauhaus in Weimar *.

Auf politischem Druck musste der Standort Weimar aufgegeben werden und 1925 erfolgte dann der Umzug nach Dessau *.
Hier war ein wichtiger Fürsprecher des Bauhauses, der aus dem Rheinland stammende Flugzeugpionier und Erfinder Hugo Junkers *.

Die historische Gründung des Bauhauses nahm die Stadt Weimar zum Anlass, um die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu verbessern.
Hierzu gehörte auch die in unmittelbarer Nähe des neuen Bauhaus Museums gelegene historische Kavalierstraße, die grundlegend umgestaltet und verkehrsberuhigt wurde.

Auftraggeber der Baumaßnahme waren die Stadt Dessau-Roßlau und die DVV Stadtwerke Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH.
Die von der Ingenieurgemeinschaft Kempa – HGP Hydro-Geo-Plan-Consult GmbH für den ersten Bauabschnitt entwickelten Pläne sahen unter anderem großzügige Gehwegbereiche, eine Zentralhaltestelle für den ÖPNV sowie eine neue Begrünung, Beleuchtung und Stadtmöblierung vor.
Mit Blick auf die räumliche Nähe zum neuen Ausstellungszentrum stellte die Stadt „hohe gestalterische Anforderungen, damit das Museum und die bestehende Straße eine gestalterische Einheit bilden”, so HGP Geschäftsführer Ronald Schwandtke,

Das zwischen April 2017 und November 2018 umgesetzte Vorhaben machte nicht nur Gleisbau-, Asphalt- und Pflasterarbeiten erforderlich, sondern auch umfangreiche Tiefbaumaßnahmen, mit denen eine ARGE aus Strabag und Reif Baugesellschaft mbH & Co. KG, Schkeuditz, beauftragt wurde.

„Die Straße war in völlig desolatem Zustand. Weil die Stadt Dessau in solchen Fällen alle Leitungen mitbetrachtet, wurde auch die Abwasserkanalisation in der Straße frühzeitig untersucht”, so Schwandtke weiter.
So ergab eine Kamerabefahrung, dass Teile der beidseitig der Straßenbahn verlaufenden Mischwasserkanäle sanierungsbedürftig waren.
Zudem mussten andere Abschnitte neu erstellt werden.

Vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahme ließen die Auftraggeber zunächst einen Teil des Kanals mittels Schlauchlining-Verfahren sanieren.
Einige andere Haltungen waren bereits Anfang der 1990er Jahre auch mit diesem Verfahren renoviert worden. Diese Bereiche waren daher noch nutzungsfähig.

Ferner stellte sich heraus, dass auch die Hausanschlüsse in der Kavalierstraße zu erneuern waren, mit der Folge, dass hier eine Einbindung in den bestehenden gelinerten Kanal notwendig wurde.

Auf Anraten des Planers setzte der Auftraggeber hierfür auf den Liner-Anschluss System CONNEX von Funke.
Das Bauteil wurde speziell für den Einsatz an Hauptkanälen entwickelt, die mit GFK-Liner, Nadelfilzschlauch bzw. Synthesefaserliner saniert wurden, und bietet eine Möglichkeit, Hausanschlüsse zuverlässig, professionell und wirtschaftlich einzubinden.

Funke-Fachberater Dipl.-Ing. Olaf Schreiter:
„Der Einbau des Anschlusses erfolgt über ein Arbeitsfenster, welches mit einem geeigneten Werkzeug wie einem Winkelschleifer herzustellen ist. Um eine Beschädigung des Liners auszuschließen, empfiehlt sich hierbei der Einsatz der Funke-Anschlagscheibe zur Schnitttiefenbegrenzung. Bei der fachgerechten Montage der einzelnen Bauteile wird eine kraftschlüssige Verbindung zum Liner geschaffen, bei der bauartbedingte Unebenheiten des Liners ausgeglichen werden können.“

Damit die fachgerechte Montage von allen Anwendern erfolgen konnte, führte Funke eine Praxiseinweisung durch.
Obwohl es im Zuge der Arbeiten personelle Wechsel in der Baustellenmannschaft gab, sprachen sich die Details zum Einbau des Liner-Anschlusses auf der Baustelle schnell herum.

Nicht nur die Praxis-Einweisung überzeugte Hubrich, er war auch für das Werkzeug, dessen Verwendung Fehler bei der Erstellung des Montagefensters ausschließt, angetan.
Der Liner-Anschluss System CONNEX biete, so die weitere Ausführung, Vorteile gegenüber dem traditionell verwendeten Fabekun-Sattelstück, daher würde man künftig dem Liner-Anschluss System CONNEX den Vorzug geben.

Insgesamt wurden auf der Baustelle in Dessau 24 Anschlüsse gesetzt; dreizehn Stück für Rohre DN/OD 400 und elf Stück für Rohre der Nennweite DN/OD 250.

Für die neuen Hausanschlussleitungen sowie die Erstellung des Mischwasserkanals kamen ebenfalls Produkte vom westfälischen Hersteller zum Einsatz.
Für die Hausanschlüsse wurden insgesamt rund 320 m HS®-Kanalrohr der Nennweite DN/OD 160 verbaut, für den neuen Abschnitt des Mischwasserkanals kamen ca. 140 m braune HS-Kanalrohre DN/OD 250 sowie 45 m DN/OD 200 zum Einsatz, zudem wurden ca. 485 m CONNEX-Kanalrohre in Nennweiten zwischen DN/OD 315 und DN/OD 500 verwendet.

Der reibungslose Baufortschritt ermöglichte, dass die Kavalierstraße am 1. Dezember 2018 für den Verkehr wieder freigegeben wurde, jedoch statt der ursprünglich mehrspurigen Fahrbahn in jeder Richtung ist nun nur noch eine vorhanden, dafür haben Fußgänger und Radfahrer nun deutlich mehr Platz als vor der Umgestaltung.
Somit wurde die Zielsetzung der Stadt umgesetzt und der städtebauliche Rahmen für das neue Bauhaus Museum Dessau, das am 8. September 2019 eröffnet wird, geschaffen.

April 2019

vgl. www.bauhaus100.de *