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Funke

Erfahrungen prägen

In der Gemeinde Habichtswald wird die Ortsdurchfahrt L 3211 in zwei Bauabschnitten erneuert.

Das Besondere an der Gemeinschaftsmaßnahme vom Kasseler Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), dem Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen und der Kommune Habichtswald ist, dass sich gleich vier Arbeitsaufgaben überschneiden:
die Neugestaltung von Fahrbahn und Gehwegen sowie die Verlegung von Wasserleitung und Kanal.
Dort, wo die Anlieger den Wunsch danach geäußert haben, werden zudem noch Hausanschlussleitungen erneuert.
Insgesamt umfasst das Projekt eine Länge von 670 m Straßen- und rund 500 m Kanalbau.

Bauamtsleiter Dipl.-Ing. Björn Schröder von der Gemeinde Habichtswald erklärt zum derzeitigen Stand des Projekts:
„Gebaut wurden bis jetzt 310 m Straße und außerdem rund 165 m Kanal in offener Bauweise. Die Kanalanbindung an die bereits vor ein paar Jahren erneuerte B 251 wird im Zuge der Maßnahme mittels Inlinerverfahren saniert, um die Straßendecke nicht zu zerstören.“

Die Untersuchungen im Rahmen der Abwassereigenkontrollverordnung (EKVO) ergaben für die Zierenberger Straße die für die Nutzungsdauer typischen Schadensbilder an den alten Betonrohren, mit dem Ergebnis, dass der Bürgermeister Thomas Raue den Standpunkt vertrat: „Wenn die Straße schon unter erheblichem finanziellen Aufwand erneuert wird, wäre es fahrlässig, die darunter befindliche Kanalisation nicht mit zu berücksichtigen“.

Welche Rohre und Formteile dabei zum Einsatz kommen sollten, stand für die Beteiligten eigentlich schnell fest, denn bereits bei vorangegangenen Baumaßnahmen in der Gemeinde hatten Kanalrohrsysteme von Funke ihre Vorteile unter Beweis stellen können, und so waren sich die Tiefbauer schnell einig:
„Damit machen wir weiter.“

Eingesetzt wurden CONNEX-Kanalrohre der Nennweiten DN/OD 315 und DN/OD 400 für den Mischwasser- kanal, CONNEX Anschlüsse und -Abzweige für die Einbindung der Hausanschlussleitungen, das HS®-Kanalrohrsystem der Nennweite DN/OD 160 in braun und blau für die identische Nutzung, sowie VPC®-Rohrkupplungen für die Verbindung der neuen Hausanschlussleitungen mit zum Teil anderen Werkstoffen auf den Grundstücken.
Mit Hilfe des HS®-Rohrschneid- und Anfasgeräts konnten die Tiefbauer die PVC-U-Rohre außerdem in einem Arbeitsgang ablängen und anfasen.

Dort, wo die Anlieger ihr Einverständnis erklärt haben, wurde zusätzlich eine HS®-Abwasserkontrolle eingebaut.

Die Verwendung der VPC®-Rohrkupplung (vgl. Mit erweitertem Spannbereich) ist als beispielhaft für die Arbeitserleichterung zu bewerten.
Das Bauteil, das in den Nennweiten DN 100 bis 690 erhältlich ist, verbindet Rohre gleicher Nennweiten aus gleichen oder verschiedenen Werkstoffen mit unterschiedlicher Außenstruktur dauerhaft dicht bis 2,5 bar.
Dipl.- Ing. Hans Amrhein, Bauleiter der tiefbauausführenden Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tief-bau GmbH & Co. KG zum Produkt:

„Das Prinzip der Rohrkupplung ist einfach und lösungsorientiert und für uns eine große Erleichterung. Wir halten eine Handvoll davon auf der Baustelle vor. Das hat den Vorteil, dass wir die Arbeit nicht unterbrechen müssen und im Baustoffhandel nicht nach einer passenden Verbindung zu suchen brauchen, wenn wir bei der Verlegung der Hausanschlussleitungen auf den Grundstücken auf alte Leitungen aus Steinzeug oder anderen Werkstoffen stoßen. Die VPC®-Rohrkupplung passt immer.“

„Einfach und lösungsorientiert“ – die Stichworte passen auch auf ein weiteres Zubehör des westfälischen Anbieters: das HS®-Rohrschneid- und Anfasgerät.
Aus Gründen der Arbeitssicherheit war seine Benutzung bereits in der Ausschreibung vorgeschrieben.

Der Fachberater des Anbieters Dipl.-Ing. Martin Ritting hierzu:
„Das Gerät ermöglicht, dass KG-, HS®- oder CONNEX-Rohre aus PVC-U in den Nennweiten zwischen DN/OD 110 und DN/OD 315 mit einer maximalen Wandstärke von 10 mm in einem Arbeitsgang abgelängt und angefast werden können.“

Das Produkt besteht aus einem Winkelschleifer, der fest mit einem verzinkten Gestell verbunden ist. Ausziehbare Rollenschlitten oder Beistellböcke bilden eine sichere Auflage für Rohre in den Baulängen zwischen 0,18 und 5 m.
Die Tiefbauer, die mit dem Gerät vor Ort arbeiteten waren positiv überrascht darüber, das dieses Werkzeug nur ein Gewicht von etwa 25 kg aufweist.

Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts sind sich alle Beteiligten in der Gemeinde Habichtswald darüber einig, dass die überzeugenden Produkt- und Handhabungserfahrungen aus der Vergangenheit weiterhin gültig sind.

Im Frühjahr 2012, soll dann der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen werden.

Januar 2012