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Dommel

Foto: Sanierungstechnik Dommel GmbH

Erfolgreiche Altrohrsanierung

Im Auftrag des Abwasserbetriebes Schwerte AöR hat die Sanierungstechnik Dommel GmbH einen stark deformierten Altkanal instand gesetzt.

Im Jahr 2019 soll in Schwerte (Ruhrgebiet) im Bereich „Zum großen Feld“ ein neues Wohngebiet entstehen.
Für die Erschließung der Bebauung zwischen dem Westhofener Kreuz und dem Hauptbahnhof mussten die vorhandenen Kanalrohre instand gesetzt werden, denn die ehemals runden Profile des Regenwasserkanals waren stark verformt.

So ergab die vorausgegangene Zustandserfassung der Altrohre Schadensbilder wie starke Deformationen von bis zu 45 Prozent, Risse, Rohrbrüche, einragende Anschlüsse sowie altersbedingte Inkrustationen.
Demnach wurde die Bausubstanz in den Altrohrzustand III klassifiziert.

Mit der Baumaßnahme wurde im Juni 2017 das erwähnte Spezialunternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Hamm beauftragt..

Insgesamt vier Haltungen mit Rohren von DN 500 mit einer Gesamtlänge von rund 243 Metern bildeten den zu sanierenden Kanalabschnitt.
Nach Prüfung der örtlichen Rahmenbedingungen entschieden sich die Projektbeteiligten für die grabenlose Erneuerung mittels Kaliber-Berstlining, weil der Regenwasserkanal teils unter Privatgrund verläuft und somit eine offene Bauweise nicht geboten war.

„Der Neubau in offener Bauweise wäre wegen schwieriger Boden- und Grundwasserverhältnisse sehr viel teurer geworden. Zudem weist die grabenlose Bauweise viele Vorzüge gegenüber herkömmlichen Verfahren auf: Die Bauzeit ist kurz und die Lärm- und Emissionsbelastung fällt vergleichsweise gering aus“, so Marcel Horn, Bauleiter des ausführenden Bauunternehmens.

Um den Kanal wieder in einem nutzungsfähigen Zustand zu versetzten, wurden die Kurzrohr-Module CONCEPT-HL mit einer MRV Muffenverbindung.aus dem Werkstoff Polypropylen (PP) mit einer effektiven Nutzlänge von 0,47 Metern und einem Durchmesser DA 450 von der Karl Schöngen KG in den Alt-Kanal verbaut.

Aufgrund der starken Deformation des Altrohres entschied man sich für eine etwas kleinere Dimensionierung als ursprünglich vorhanden.

Der Einbau der Rohre erfolgte im Press-Zieh-Verfahren.

Um die starken Verformungen vor dem ersten Relining-Rohr herauszudrücken, wurde eine Kaliberhülse eingesetzt.
Obwohl teilweise Abwinklungen innerhalb des Rohrverlaufs den Einbau der Vorschubeinrichtung sowie des dazugehörigen Widerlagers erschwerten, konnte eine Sanierung von Schacht zu Schacht erfolgen, womit der zukünftigen Nutzung des Kanals nichts mehr im Wege steht, da zudem durch das neue Rohr die statische Tragfähigkeit wieder gegeben ist.

Der vorhandene Ringraum zwischen Neu- und Altrohr wurde anschließend mit einem Dämmer verfüllt.

Auch war die Anbindung bestehender Zuläufe mittels Robotertechnik und Einschweißsättel problemlos möglich.

„Durch die Beauftragung der Sanierungstechnik Dommel erhielten wir das gesamte Maßnahmenpaket rund um die Sanierung der Rohre aus einer Hand. Das angewendete Verfahren überzeugte durch geringen Zeit- und Kostenaufwand und effiziente Abwicklung“, erklärt Scharuch Hessam, Projektleiter bei der Stadtentwässerung Schwerte GmbH, die für die Planung, den Bau und Betrieb des städtischen, öffentlichen Kanalnetzes zuständig ist.

Vorteilhaft für den Projektleiter war es zudem, dass lediglich drei Monate für die Baumaßnahmen benötigt wurden und somit die weitere Erschließung des neuen Wohngebiets erfolgen konnte.

Mai 2018