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Funke

Bild: Funke Kunststoffe GmbH

Mit Sanierung zum Trennsystem

Im nordrhein-westfälischen Rüthen wurde die Kreisstraße 45 ausgebaut.

Die in zwei Bauabschnitte aufgeteilten Arbeiten wurden vom Kreis Soest, der Stadt und den Stadtwerken als Gemeinschaftsmaßnahme umgesetzt, wobei federführend für die Gesamtmaßnahme der Kreis Soest war.

Dipl.-Ing. Thorsten Brauer, beim Kreis Soest zuständig für den Bereich Straßenwesen – Straßenbau und Straßenverwaltung/Bauausführung, hierzu:
„Die Lange Straße ist eine Kreisstraße. Daher haben Kreis, Stadt und Stadtwerke gemeinsam entschieden, die Kanalarbeiten mit dem Vollausbau der Kreisstraße in einer Baumaßnahme zu bündeln.“

Im Zuge dieser Maßnahme wurde die bestehende Mischwasserkanalisation zum Trennsystem umgebaut, indem ein bestehender Mischwasserkanal saniert und ein neuer Regenwasserkanal errichtet wurde.

Mit der Durchführung der Baumaßname wurde die Heinrich Rohde Tief- und Straßenbau GmbH aus Korbach betraut.

Die K 45 wurde Ende der 1960er Jahre ausgebaut und eine TV-Inspektion des Mischwasserkanals ergab mehrere Schäden in zwei Haltungen mit einer Gesamtlänge von 60 m.

Als Konsequenz wurde die Entscheidung getroffen, dass das bestehende System im Zuge der Sanierung zum Trennsystem umgebaut werden sollte.
„Die Planung erfolgte im Rahmen des Zentralen Abwasserplans. Nach dem Umbau erfüllt die Stadt die Auflagen des sogenannten Trennerlasses“, so Planer Dipl.-Ing. Andreas Weller von der RWG Ruhr-Wasserwirtschafts-Gesellschaft mbH.

Am 12. August 2019 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Für die Sanierung des defekten Mischwasserkanals ersetzte das Bauunternehmen die schadhaften Haltungen des Altkanals DN 300 aus Stahlbeton durch HS®-Kanalrohre DN/OD 315 in braun, die an die bestehenden Schächte unter Verwendung der HS®-Schachtmuffe fachgerecht angeschlossen. wurden.

Der Straßenbau-Polier Marius Heimbuchner stellte gegenüber den Planvorgaben einen Zeitgewinn fest und sah hierfür zwei Gründe als maßgebend an.
So seien die Rohre leicht und damit auf der Baustelle vorteilhaft zu handhaben, zudem ließen sie sich gut und einfach miteinander verbinden.

Im Zuge der Arbeiten am Mischwasserkanal, der im neuen Trennsystem zukünftig als Schmutzwasserkanal dient, wurde es notwendig verschiedene Hausanschlussleitungen zu sanieren.

Um diese mit den bestehenden Hausanschlussleitungen zu verbinden, kam die VPC®-Rohrkupplung zum Einsatz.

Der Funke-Fachberater Ralf Erpenbeck erklärt:
„Mit der VPC®-Rohrkupplung lassen sich Rohre gleicher Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen sicher miteinander verbinden – auch solche mit Außendurchmessern, die bauartbedingt unterschiedlich sind.“

Auch bei der Einbindung der Anschlussleitungen im Bereich der sanierten Schmutzwasserhaltungen bzw. des neuen Regenwasserkanals kamen Produkte des Hammer Herstellers zum Einsatz.

So erfolgten die Einbindungen mithilfe des CONNEX-Anschlusses.

Anschlüsse an den Betonkanal wurden dagegen mithilfe des FABEKUN®-Sattelstücks hergestellt.

Zudem kam auch der Sanierungsstutzen des westfälischen Anbieters zum Einsatz, da hiermit mehrere alte beschädigte Einbindungen von Hausanschlussleitungen saniert und in den bestehenden Schmutzwasserkanal eingebunden werden konnten.

Der neue, 350 m lange Regenwasserkanal wurde aus blauen HS®-Kanalrohren mit
Durchmessern zwischen DN/OD 315 und DN/OD 500 errichtet.

Mit der Maßnahme erfüllte man nicht nur die Auflagen des Trennerlasses.
M.Sc. Andreas Janning, Leiter Stadtwerke Rüthen, sieht zudem Vorteile für die Schmutzwasserbewirtschaftung der Stadt:
„Unbelastetes Regenwasser wird zukünftig nicht mehr an unsere Kläranlage in Meiste abgeleitet. Das entlastet die Anlage und zahlt langfristig auf die Wirtschaftlichkeit ein.“

Mai 2020