SUCHE


Funke

Bild: Funke Kunststoffe

Neuer Mischwasserkanal

In einer in der Stadt Immenstadt i. Allgäu im April 2018 begonnenen Baumaßnahme, die im Auftrag der Stadt von dem Bauunternehmen, der Geiger Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG, durchgeführt wurde, wurden braune HS®-Kanalrohre, VPC®-Rohrkupplungen, BI-Adapter, HS®-Abzweige mit VARIOmuffen sowie ein speziell für die Kanalbaubaumaßnahme angefertigter Eiprofiladapter mit Übergang auf kreisrunde Rohre verbaut.

Die Maßnahme, ein rund 200 m langer Abschnitt eines Mischwasserkanals musste aufgrund des schlechten Zustandes erneuert werden.
So war z.B. das Eiprofil aus Beton so schadhaft, dass nur die Option einer Neuverlegung blieb.

Hierbei entschieden sich der Auftraggeber und das zuständige Planungsbüro Bauen und Umwelt (PBU) für die Verwendung von Kanalrohren aus dem Werkstoff PVC-U.

Die Entscheidung zum erstmaligen Einsatz von Produkten aus dem Hause Funke beruhte überwiegend auf den technischen Rahmendaten der Erzeugnisse, wie zum Beispiel eine hohe Stabilität und Sicherheit sowie die einfache und flexible Handhabung an der Einbaustelle.

Zur Anwendung kamen braune HS®-Kanalrohre in den Nennweiten DN/OD 400 und DN/OD 500.

Die Maßnahme auf der Bahnhofstraße hatte nicht nur den aufgeführten technischen Aspekt, sie sollte auch durch eine Neugestaltung der Straße zur Attraktivität der Innenstadt beitragen.

„Unter anderem soll die Bahnhofstraße mit besonderen Platzsituationen und Straßenaufweitungen sowie durch gezielte Baumneupflanzungen und einladendes Stadtmobiliar als repräsentativer Verbindungs- und Aufenthaltsraum gestaltet werden.
Bei einer reduzierten Straßenbreite von 5 m wird das Tempo gemäß den Anforderungen der Auslobung zukünftig auf 30 km/h beschränkt. Ziel ist, die gesamte Bahnhofstraße in ihrer Wertigkeit, Formensprache und Farbwelt aufzuwerten,“ erläutert Robert Kennerknecht, Geschäftsbereich Bauen / Umwelt, Leitung Referat Tiefbau, Stadt Immenstadt i. Allgäu.

Zu den eingesetzten Produkten des HS®-Kanalrohrsystems ist zu bemerken, dass alle Bauteile wandverstärkt sind.
So entsprechen sämtliche Formteile der Rohr-Klasse SDR 34.

Die wurzelfesten und wurzeldichten Rohrverbindungen, die gute Hydraulik und die absatzfreien Verbindungen fördern zudem eine sichere Wasserableitung.

„Das Rohrsystem verfügt mindestens über eine Ringsteifigkeit von ≥ 12 kN/m2 . Das heißt, schon ab einer Verlegetiefe von 0,5 m hält es Verkehrslasten bis SLW 60 stand,“ erklärt Ralph Seidel, Fachberater im Außendienst der Funke Kunststoffe GmbH.

Auch die Verlegevorteile haben sich als wirtschaftlich vorteilhaft erwiesen – vom Transport über das Abladen bis hin zum Verlegen.

Eine Aussage, die M.Eng. Dipl.Ing. (FH) Joachim Heßmann, Bauleiter des ausführenden Bauunternehmens bestätigt.
„Der Grund hierfür liegt vor allem in dem niedrigen Eigengewicht, das schwere Baugeräte zum Einfädeln überflüssig macht“.

Polier Bernhard „Paule“ Müller des Bauunternehmens zeigt sich vor allem von anderen bautechnischen Merkmalen überzeugt:
Denn alle Bauteile des Kanalrohrsystems sind mit einer fest integrierten FE®-Dichtung ausgestattet, wobei das Dichtungsmaterial an den Stützring aus PP angespritzt ist.
Ferner sind bereits ab Werk die Dichtungen in die vorgeformte Sicke bzw. Dichtungskammer eingelegt, um ein Herausdrücken oder Vergessen beim Verlegen zu vermeiden, womit auch dem Ziel Verlegefehler zu vermeiden Rechnung getragen wird.

Im Rahmen der Tiefbaumaßnahme wurden zusätzlich 15 Hausanschlüsse neu erstellt.
Sie wurden über den HS®-Abzweig 45° in den Sammler eingebunden, welcher auch mit einer VARIOmuffe ausgestattet werden kann.
Diese sorgt dafür, dass angeschlossene Rohrverbindungen schwenkbar sind, wobei ein integriertes Kugelgelenk sich im Bereich von 0° bis 11° frei bewegen lässt.

Ein entscheidender Vorteil bei der Verlegung von Hausanschlussleitungen, bei denen es erfahrungsgemäß zu Zwängungen im Muffenbereich kommen kann.

Beim Übergang der neuen Hausanschlussleitungen an die alten Rohrmaterialien der betroffenen Grundstücke setzten die Tiefbauer darüber hinaus die Funke VPC®-Rohrkupplung ein.
„Hiermit lassen sich Rohre der gleichen Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen optimal und sicher miteinander verbinden – und das trotz bauartbedingt stark unterschiedlicher Außendurchmesser“ so Seidel weiter.

In den Fällen, in denen die alten Hausanschlussleitungen nur innen kreisrund sind – wie zum Beispiel Betonrohre mit Fuß oder Betonrohre mit Scheitelverstärkung – sorgt der Funke BI-Adapter® für eine zuverlässige Verbindung.

Der Adapter besteht aus einer Innenhülse aus nicht rostendem Stahl, einer abdichtenden EPDM-Manschette und einem Spreizkeil, der ebenfalls aus nicht rostendem Stahl gefertigt ist.
Auf das andere Ende des BI-Adapters wird die VPC®-Rohrkupplung aufgesetzt und befestigt.
Damit ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass ein außen kreisrundes Rohr angeschlossen werden kann.

Die im Rahmen der Neugestaltung des Innenstadtbereichs von Immenstadt durchgeführten Arbeiten an der unterirdischen Infrastruktur konnten Ende Juni planmäßig und erfolgreich abgeschlossen werden und Ende Oktober war die neu gestaltete Bahnhofstraße für Einwohner und Besucher wieder zugänglich.

Dezember 2018