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Fasel

Rohre aus Beton und Kunststoff

Umleitungen gehörten im Sommer 2019 für die Anwohner der rheinland-pfälzischen Orte Mudershausen und Bonscheuer im Rhein-Lahn-Kreis zum Alltag, denn im Juni wurde nicht nur die Ortsdurchfahrt Mudershausen saniert, sondern gleichzeitig auch die Mischwasserkanalisation erneuert.

Weil die Fahrbahnen recht schmal sind, erfolgte eine Vollsperrung im Bereich der Baustelle.

Nötig wurden die Baumaßnahmen, weil die bisherige Kanalisation mit einer Nennweite von DN 400 zum einen hydraulisch nicht mehr ausreichte, zum anderen aber auch, weil die alten Betonfalzrohre altersbedingte Schäden aufwiesen, die bereits zu vielen Problemen mit Fremdwassereintrag geführt hatten.

„Aufgrund der undichten Abwasserleitungen konnte bei starken Regenfällen oder hohen Grundwasserständen Wasser von außen eindringen. Im schlimmsten Fall wurde dadurch das gesamte Entwässerungssystem überlastet und die Reinigungsleistung der Kläranlage beeinträchtigt“, erklärt Mark Christ, Abwassermeister bei den Verbandsgemeindewerken Einrich.
Sein Kollege Jens Kalkofen, Abwassermeister von Aar, fügt hinzu:
„Neben der so genannten Infiltration war auch die Exfiltration, also das Austreten von Abwasser bei Rückstau, problematisch. Gerade bei uns, wo die Trasse in der Nähe und zum Teil sogar durch ein Wasserschutzgebiet verläuft, legen wir hierauf natürlich besonderes Augenmerk.“

Die Auftraggeber entschieden sich für Kanalrohre, Schachtunterteile und Absturzschächte der Gebr. Fasel Betonwerk GmbH aus Nisterau.
„Bei der Wahl der Produkte stand für uns der Nachhaltigkeitsaspekt im Vordergrund: Wir haben an die Umwelt gedacht – und an die Gebührenzahler“, erklärt Michael Irrgang, Kaufmännischer Werkleiter bei den Verbandsgemeindewerken Aar-Einrich. „Bei anderen Rohren liegen die Abschreibungszeiten bei rund 40 Jahren, jetzt rechnen wir mit 80 Jahren. Auf diese Weise rentieren sich die anfangs höheren Investitionskosten“, wie er ferner betont.

Somit sieht man sich mit den Komponenten von FABEKUN® zukünftig auf der sicheren Seite.

Während der Betonmantel für eine sehr hohe Stabilität und Tragfähigkeit sorgt, ist das innen liegende Kunststoffrohr äußerst korrosionsbeständig und kann bei Abwässern im pH-Bereich von pH 2 (sauer) bis pH 12 (basisch) eingesetzt werden.
Gleichzeitig schützt das Kunststoffrohr den umgebenden Beton vor Korrosion.

Für die Betriebssicherheit sorgt außerdem ein Doppeldichtungssystem aus zwei unabhängig voneinander funktionierenden Dichtungen, sodass Wasser weder aus- noch eintreten kann.

Christopher Wusch, Fachberater vom Anbieter, erklärt die Funktionsweise so:
„Sowohl die FABEKUN®-Kanalrohre als auch die komplett mit Polyurethan (PU) ausgekleideten Schächte verfügen über eine innen gekammerte Vakuumdichtung im Kunststoffrohr sowie eine äußere Lippendichtung im Betonrohr. Anders als bei herkömmlichen Systemen sind die Dichtungen hintereinander angeordnet. Das sorgt für eine zuverlässige Dichtwirkung, auch wenn einmal eine der beiden Dichtungen versagen sollte.“

Die Produktwertigkeit wird durch den Hersteller auch damit herausgestellt, dass es seit nunmehr 30 Jahren das FABEKUN®-Kanalrohrsystem auf dem Markt gibt und „in dieser Zeit hat es nicht einen Gewährleistungsanspruch gegeben“, wie Thomas
und Fabian Fasel, Geschäftsführung Gebr. Fasel Betonwerk GmbH, stolz feststellen.

Die Qualität wird zudem auch wissenschaftlich flankiert.
So belegen Prüfungen unter extremen Bedingungen durch das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT), dass diese Kanalrohre deutlich länger dicht halten, als dies von den entsprechenden Normen gefordert wird.
Es wurde, so die weitere Produktdarstellung, bestätigt, dass bei Abwinkelungen ein 2,6-facher Wert der Normanforderung und bei der Scherlast sogar mit einem 3,3 mal so hohen Wert wie laut Norm erforderlich erreicht wurde.
Damit steht selbst die Verwendung in Trinkwasserschutzgebieten gemäß DWA-A 142 nichts im Wege

Ende November 2019 konnte die Sanierung der Ortsdurchfahrt planmäßig abgeschlossen werden.
Danach folgen weitere Bauabschnitte und nach ca. einem Jahr, soll die Baumaßnahme dann Mitte Juni 2020 abgeschlossen sein.

April 2020