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Mücher

Foto: Mücher Dichtungen

Übergangskupplung sichert Trinkwasserleitung

Die im Hamburger Hafen gelegene Elbinsel „Hohe Schaar“ in Hamburg- Wilhelmsburg verfügt über umfangreiche Hochwasserschutzanlagen mit einer Länge von 8,5 km, die Ende der 1970er Jahre nach der großen Sturmflut von 1976 erweitert und neu errichtet wurden.
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Im Rahmen des Projektes Privater Hochwasserschutz in der Freien und Hansestadt Hamburg wurde die private Hochwasserschutzanlage der Poldergemeinschaft Hohe Schaar entlang des südlichen Uferbereichs der Süderelbe überarbeitet, da die bestehenden Schutzanlagen nicht mehr über die aktuellen Anforderungen an den Hochwasserschutz genügen.

Vor diesem Hintergrund hat die Poldergemeinschaft „Hohe Schaar“ im Jahr 2014 eine Defizitanalyse durchführen lassen, um die in 79 Einzelsegmente eingeteilten Uferbereiche zu überprüfen – mit dem Ziel, vorhandene Defizite an jedem der Segmente zu dokumentieren und nachfolgend zu beseitigen.

Zur baulichen Umsetzung ab dem Jahre 2015 wurden aufgrund des hohen Koordinationsaufwandes und der vielschichtigen Anforderungen sechs Bauabschnitte gebildet, die zu drei Baubereichen zusammengefasst wurden.

Die einzelnen Bauabschnitte wurden während der hochwasserfreien Zeit ab 2015 abschnittweise überarbeitet, teilerneuert oder durch Neubaumaßnahmen ersetzt.
Von Mai bis September 2018 wurden die Baubereiche 1 und 2 – hierzu zählen Süderelbe, Kattwyk- und Blumensandhafen – ertüchtigt.

Zu den baulichen Maßnahmen zählten neben dem Bau von diversen Überlaufabweisern, Betonholmen als Dammbalkenauflager, und Betonwandaufstockungen der Neubau von Spundwänden zum Schutz der Uferbereiche.
Durchgeführt wurde diese Baumaßnahme von der Arbeitsgemeinschaft ARGE HWS Hohe Schaar Süderelbe Nord, bestehend aus der HERMANN KOTH Ingenieurbau GmbH & Co. KG (technische Geschäftsführung), und der F+Z Baugesellschaft, Zweigniederlassung der Hecker Bau GmbH & Co. KG (kaufmännische Geschäftsführung).

Zu dem Vorhaben gehörte auch, die vorhandene Trinkwasserleitungen aus Polyethylen (PE) in der Nennweite DN 200 sicher durch die neuen Stahlspundbohlen zu verlegen.
Entsprechend der Ausschreibung wurde bei diesen Durchführungen jeweils ein Stahlrohr, welches das Medienrohr aus PE vor und hinter der Stahlspundwand auf einer Länge von 5 m schützt, durch ein mit der Spundwand verschweißtes Stahlrohr geführt

Zum Einsatz kam hierbei die Canada Plus 2B Typ MSC 430 von Mücher, die den Anforderungen der DIN EN 16397 entspricht und als erdverlegte sowie bei oberirdischen Anwendungen innerhalb & außerhalb von Gebäuden verwendet werden kann.
Sie dient zur Spitzendverbindung von allen Rohrmaterialien gleicher oder unterschiedlicher Nennweite und erlaubt Außendurchmesser-Differenzen von maximal 12 mm. Bei größeren Differenzen ist der Einsatz von Ausgleichsringen erforderlich.
Die Übergangskupplung verfügt über einen Spannbereich von 400 bis 430 mm.

„Die mit Vorspannung gefertigten Ausgleichsringe dichten untereinander. Dieser Effekt wird durch die Verzahnung des Gummiprofils verstärkt und sorgt für Sicherheit bei der Anwendung. Ihre verstärkte Ausführung, sowohl des Elastomer Dichtelementes, wie auch der Spannbänder führt zu einer wesentlich erhöhten Wasserinnendrucksicherheit von 2.5 bar. Das ermöglicht auch den Einsatz in Wassergewinnungsgebieten“, erklärt Peter Schörling, Gebietsleiter Nord bei der Mücher Dichtungen GmbH & Co. KG.

Insbesondere vor dem Hintergrund von Qualitäts- und Sicherheitsaspekten war Mathes Schwebe (M.Sc.), Bauleitung, F+Z Baugesellschaft, Zweigniederlassung der Hecker Bau Gmbh & Co. KG, zufrieden mit der Entscheidung für das verbaute Produkt, das er schon bei vorangegangenen Baumaßnahmen eingesetzt hat.

Zur Qualität der Kupplungen tragen nach Anbieterangaben zum einen die außergewöhnlich gute Beständigkeit der Kautschuk-Elastomere und der hochwertige V4A-Edelstahl bei, zum anderen das seit 2001 angewendete TOX-Verfahren, bei dem die Verbindung der Spanneinheit mit dem Scherband durch einen Stauch-Pressvorgang ohne Beschädigung der Oberfläche erreicht wird.
Daher kommt es durch den Verzicht auf das übliche Schweißen der Edelstahl-Verbindungen nicht mehr zu einer interkristallinen Korrosion, womit auch die Beschädigung des Edelstahlgefüges entfällt.

Die Arbeiten in den Baubereichen 1 und 2 konnten im Herbst 2018 weitestgehend abgeschlossen werden, während im östlichen und südöstlichen Baubereich 3 entlang des südlichen Uferbereichs des Reiherstiegs weitere Planungen und Baumaßnahmen anstehen, sind die Maßnahmen an der Süderelbe bereits abgeschlossen.

Juni 2019