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Hauraton

Bild: Hauraton

Entwässerung beim Museum von Libeskind

Mit den historischen Entwicklungen des Zweiten Weltkrieges und seinen globalen Folgen beschäftigt sich das Museum des Zweiten Weltkriegs in Gdánsk (Danzig), das im Frühjahr 2017 eröffnet wurde.

In der polnischen Hafenstadt wird die Geschichte des größten bewaffneten Konflikts des 20. Jahrhunderts auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern erzählt, womit das Museum weltweit eine der umfassendsten Ausstellungen über den Zweiten Weltkrieg ist, wobei bereits kurz nach der Eröffnung die Konzeption des Gründungsdirektors Pawel Machcewicz durch politische Einflussnahme verändert wurde.

Das Gebäude selbst, wurde von Daniel Libeskind entworfen, dem renommierten US-Architekten polnisch-jüdischer Herkunft.

Es beeindruckt durch seine abstrakte Form, die wie ein schräg gelegter Turm mit verglaster Fassade markant in ihr Umfeld ragt.

Bereits von Baubeginn an, war Hauraton für das ebenso außergewöhnliche Entwässerungssystem verantwortlich.

Optisch wird dies durch den expressiven Charakter der parallel um den Turm angeordneten schwarzen Entwässerungslinien unterstrichen.

Das Museumsgelände selbst gliedert sich in verschiedene Zonen, welche die Beziehungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft widerspiegeln.

Im Untergeschoss beginnt die Besucherführung mit der Darstellung des Krieges.
Danach geht es über den Platz rund um die Anlage, wo die Ausstellung inhaltlich den Bezug zur Gegenwart aufnimmt, um schließlich den Blick in die Zukunft zu richten.

Der den Turm umgebende Platz bildet das Dach des unterirdischen Museumsteils.

Die gesamte Fläche des Platzes wird von Entwässerungslinien durchzogen, wodurch die Entwässerung somit unter den Füßen der Besucher ebenso wie über ihren Köpfen erfolgt.

Die besondere Herausforderung:
Weil das Entwässerungssystem auf der Bodenplatte eingebaut wurde und der Abfluss nach unten durch die Bodenplatte geführt wird, war es nicht möglich, Einlaufkästen zu installieren.

Die Empfehlung des Rastatter Unternehmens bestand in der Verwendung des Faserfix KS Systems, das auf faserverstärktem Beton basiert.

„Bei diesem Rinnensystem lässt sich an jeder beliebigen Stelle des Rinnenbodens ein Loch bohren und die Rinne auf die jeweils exakt benötigte Länge zuschneiden”, erläutert Rafał Rychert, verantwortlicher Projektberater von Hauraton in Polen.

Somit, so die Ausführung des Anbieters, lässt sich das Entwässerungssystem optimal an die spezifischen Projektanforderungen anpassen.
Zur Fertigstellung der Entwässerungsleitung wurden KTL-beschichtete Gussroste verwendet.

Die bauliche Durchführung des Entwässerungskonzepts lag vor Ort beim Kwadrat Architektur Studio.

„Unser Design schafft die Antwort auf die Frage, wie ein modernes Museum aussehen sollte. Es ist in der Lage, über die Folgen des Zweiten Weltkrieges, der Katastrophe, die die ganze Welt beeinflusste, zu berichten“, kommentierte Daniel Libeskind die Bekanntgabe seines Entwurfs als Gewinner des internationalen Architekturwettbewerbs im Jahr 2010.

April 2019