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Funke

Bild: Funke Kunststoffe

Oberflächenentwässerung mit Kanalrohren aus PVC

Für das westlich des Ortsteils Uttershausen gelegene Deponiegelände in der nordhessischen Gemeinde Wabern führte der Betreiber, die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF), die nachfolgende Baumaßnahme aus, weil im Bereich eines ehemaligen Ballenlagers der Müllumschlagstation ein neuer Schredder- und Lagerplatz für Grünabfälle aus privaten Haltungen und von Gewerbetreibenden entstehen sollte.

Zudem war auch eine neue Lagerhalle eingeplant.

Ferner sahen die von der agc – aqua geo consult GmbH, Kassel, entwickelten Pläne umfassende Tiefbauarbeiten in den Bereichen Straßen-, Leitungs- und Kanalbau vor.

„Der neu gestaltete Platz unterteilt sich in eine Schotterfläche sowie in eine reine Stell-, Fahr- und Rangierfläche aus Asphalt”, so Dipl.-Ing. Christian Böttcher von der Abfallwirtschaft.

Die Oberflächenentwässerung des Bereiches erfolgte in der Vergangenheit über einen aus Stahlbetonrohren errichteten Regenwasserkanal.
„Er verläuft in der Nennweite DN 700 westlich des sogenannten Nord-Süd-Betriebsweges, unterquert unterhalb der Müllumschlagstation (MUS) den aus Stahlbetonplatten aufgebauten Betriebsweg und führt dann als DN 1000-Leitung östlich des Betriebsweges weiter in südliche Richtung. Dann mündet er in einen Vorflutgraben, von wo das Niederschlagswasser über ein Grabensystem in die Schwalm geleitet wird“, so Böttcher weiter.

Um das anfallende Regenwasser von den neu entstehenden versiegelten Verkehrsflächen sowie von der Dachfläche der neuen Lagerhalle abzuleiten, war allerdings ein Ausbau der vorhandenen Infrastruktur erforderlich.

„Nachdem wir mit einer TV-Befahrung die Funktionstüchtigkeit des westlich Nord-Süd-Betriebsweg verlaufenden Regenwasserkanals überprüft haben, haben wir die notwendigen Haltungen für das Betriebsgelände geplant“, so Dipl.-Ing. Joachim Oster, Geschäftsführer agc – aqua geo consult.

Die neue Ableitung für das anfallende Oberflächenwasser wurde aus HS®-Kanalrohren in Nennweiten von DN/OD 160 bis DN/OD 710 erstellt.

Der Wasserabfluss von der Asphaltfläche gelangt nun über einen Einlaufschacht, der zur Absturzsicherung und zum Rückhalt von Grobsubstrat (Schredderreste etc.) mit abnehmbaren Gitterrosten versehen ist, über eine Kanalrohrleitung DN/OD 400 in ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von ca. 275 m3.

Die anschließende Ableitung erfolgt über einen Drosselschacht und einen nachgeschalteten Sedimentations- schacht in die neue längs des Betriebsgeländes verlaufende Leitung aus HS®-Kanalrohren in Nennweiten von DN/OD 630 und DN/OD 710.

Sie endet in einem Stahlbetonschacht DN 1000, über den das Regenwasser abgeleitet wird.

Wie bereits für den Bau des damaligen Ballenlagers war es notwendig, bei dieser neuen Baumaßnahme den Baugrund zu optimieren.

„Die Erdarbeiten auf dem Gelände stellten insofern eine Herausforderung dar, als das Planungsgebiet im Bereich ehemaliger Schlämmeteiche liegt”, so Oster weiter.

„Nach dem Aushub haben wir den Sohlenbereich, der auf der Strecke in 2,00 bis 3,20 m Tiefe lag, mit Kalk versetzt und ein Schotterpolster aufgebracht. Dieses wurde dann mit Geotextil abgedeckt.” so Torsten Stremmel, Schachtmeister bei Heinrich Rohde Straßenbau GmbH, Korbach-Meineringhausen.

Zur Erstellung des Leitungsgrabens war es ferner erforderlich bis in eine Tiefe von 1,50 m die Grabensohle, wie auch weitere punktuelle Bodenverbesserungen durchzuführen.

Erst dann erfolgte der Einbau der neuen Rohre.

Bedingt durch die schwierigen Bodenverhältnisse vor Ort wurden die Werte zur Standsicherheit während des Einbaus mittels verdichteter Kontrollprüfung baubegleitend geprüft; auch bedurfte es zur Auffüllung und Verdichtung des Rohrgrabens eine Ersatzmaterialbelieferung auf die Baustelle.

Dipl.-Ing. Martin Ritting, Funke-Fachberater im Außendienst, nennt neben der guten Verlegbarkeit der PVC Rohre eine hohe Stabilität und den Sicherheitsstandard als weiteren Vorteil des eingesetzten Produktes:
„Das HS®-Kanalrohrsystem eignet sich für hohe Verkehrslasten und hält einem Prüfdruck bis 2,5 bar stand. Zudem bietet der Werkstoff PVC-U eine hohe chemische Beständigkeit.”

Als weiterer Pluspunkt wird die breite Produktpalette angeführt, die vom Hausanschluss bis zum Sammler alle anwendungstechnischen Herausforderungen abdecken würde.

Im Dezember 2018 konnten die aufgeführten Arbeiten auf der Baustelle zur Zufriedenheit aller Baupartner abgeschlossen werden.

März 2019