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Hochleistungs-Tiefbauwerkzeuge in der Wüste von Qatar

Das Emirat Qatar ist ein Staat im Nordosten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Dank riesiger Vorkommen lebt es vor allem von der Erdöl- und Erdgasgewinnung. Die Halbinsel grenzt im Süden an Saudi-Arabien. Das überwiegend flache Land ist öde, unfruchtbar und von Geröll- sowie Kieswüstengebieten geprägt, mit vereinzelten Sanddünen in den Küs­tenregionen. Die klimatischen Bedingungen sind ganzjährig subtropisch heiß und schwül mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im Sommer sind Temperaturen von bis zu 45°C keine Seltenheit. Für Baumaßnahmen ist diese Region folglich eine echte Herausforderung. Für eine Pfahlgründung für Hochspannungstürme und -masten quer durch die Wüstenregionen von Qatar, mussten sämtliche Maschinen, Werkzeuge und Ersatzteile bis hin zur Verpflegung für das Bauteam aus dem 400 km entfernten Dammam in Saudi-Arabien herangeschafft werden. Dies galt auch für die 40 t schwere Pfahlbohrmaschine, die man für das Bohren der Löcher für die späteren Stromleitungsmasten benötigte. Mit an Bord für den harten Wüsten-Einsatz waren auch Spezialtiefbau-Werkzeuge von Betek und Thomas Eggers, der für Betek im Service-Einsatz die unterschiedlichsten Bauprojekte rund um den Globus betreut.
Auf 120 km Wüstenstrecke zwischen den Orten Ras Fallam und Doha wurde das Projekt von dem Saudischen Tiefbau-Unternehmen Al-Suhaimi Foundation im Auftrag des Minis­teriums für Elektrizität ausgeführt. Für die Stromleitung mussten hier insgesamt 1.750 Pfeiler mit Durchmessern zwischen 0,8 und 1,2 m errichtet werden. Die Bohrtiefe betrug 6 m.
Das Wüstenklima forderte Höchstleis­tung von der Pfahlbohrmaschine Typ Soilmec, vor allem aber von den Tiefbau-Werkzeugen, die sich nicht nur durch heißen Wüstensand, sondern auch durch mittelharten dolomithaltigen Kalkstein und teilweise auch durch reines Dolomitgestein fressen mussten. Im Einsatz waren drei verschiedene Typen von Hartmetall bestückten Werkzeugen, mehrheitlich Rundschaft-Meißel, wie auch Werkzeuge mit Anschweißstollen aus Hartmetall, speziell für schwierige Spezialtiefbauanwendungen. Für die gesamte Strecke mit ihrer hohen Frequenz an Bohrungen wurden weniger als 4.000 Werkzeuge und ca. 280 Werkzeughalter verbraucht. Die Gesamt-Projektdauer betrug acht Monate.


 


Ausgabe 6/7.2008