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Putzmeister

Bild: Putzmeister Concrete Pumps GmbH

Telematikbox bei Betonpumpen

Dass Betonpumpen über ein komplexes elektronisches Innenleben verfügen, ist von außen nicht zu erkennen.
Begibt man sich jedoch ins Fahrerhaus fühlt man sich in ein Kleinbüro versetzt, welches mit On Board-Telematikbox, Drucker und Tablet PC ausgestattet ist.

In den Fahrzeugen installiert, sorgt die Box für einen reibungslosen Datenaustausch zwischen dem Fahrzeug und der zentralen Verwaltungs- und Auftragssoftware.
Zu den relevanten Daten gehören zum Beispiel Auftragsdaten, Arbeitszeiten, Fahrzeugpositionen und im Falle von Betonpumpen auch wichtige Maschinendaten wie z.B. wann die Pumpe in Betrieb ist, ob sie pumpt oder nicht oder ob der Nebenabtrieb aktiv ist.
Ein Hubzähler errechnet ferner den aktuellen Fortschritt der geplanten Auftragsmenge und selbst die gefahrenen Kilometer werden erfasst.

Der Hersteller Putzmeister stellt nun sein neues Flottenmanagementsystem mit der Bezeichnung PM-DAISY XP vor, das auf der owa3X Telematikbox vom spanischen Unternehmen Owasys basiert, welches im deutschsprachigen Raum (D-A-CH) vom Machine-to-Machine-Spezialisten m2m vertreten wird.

m2m

Bild: m2m Germany/Owasys

Die Box bildet mit ihrem Funktionsumfang alle oben skizzierten Datenmengen ab.
Darüberhinaus ist eine Wegsuche und Routenberechnung möglich, sowie ein Datenaustausch mit allen gängigen ERP-Systemen.

„Von Vorteil ist“, so Jonas Grasy, Systembetreuer dieser Technik beim Betonpumpenhersteller, „dass sich Zeitstempel für den Arbeitsbeginn sowie die Zeitpunkte von Baustellenankunft und -abfahrt manuell setzen lassen, was für eine exakte und transparente Rechnungsstellung wichtig ist. Der Pumpbeginn kann automatisch erfasst werden, so dass fehlerhafte Angaben nahezu ausgeschlossen sind.“
„Wir hatten uns Ende 2010 entschieden, das mittlerweile in die Jahre gekommene System in den Fahrzeugen abzulösen. Unmittelbar danach starteten wir die Suche nach einer geeigneten Telematikbox, die den neuesten Standards entspricht und vor allem zukunftsfähig ist. Das heißt, also auch dann voll funktionsfähig bleibt, wenn die Peripherie nicht mehr die neuesten Standards abbildet und irgendwann ersetzt wird.“

Die künftige Telematikbox sollte zum einen die problemlose Anbindung an die Daisy-Software gewährleisten sowie eine Vielzahl an Möglichkeiten der drahtlosen Anbindung auch in der Zukunft bieten können.

Wichtig war für das Aichtaler Unternehmen, dass die Digitalisierung der Unterschriften umgesetzt werden konnte, zum Beispiel auf Lieferscheinen.
Zusätzlich musste die künftige Box über einen nicht rotierenden Speicher verfügen und WLAN-, Bluetooth sowie GSM-fähig sein.
Es sollte sich zudem um ein Serienprodukt handeln und auf dem offenen Betriebssystem Linux basieren.

„Um sicher zu sein, dass die neue Lösung unseren Vorstellungen und vor allem denen unserer Kunden entspricht, haben wir das System in den vergangenen Monaten intensiv in der Praxis getestet, um es ab 2012 zunächst als optionale Zusatzausstattung anzubieten“, so Grasy weiter.

Eine Verbesserung für den Fahrer ist eine stark vereinfachte Bedienung und aufgrund der Kompaktheit ist mehr Platz in ihrer Kabine als früher, nicht zuletzt auch deshalb, weil kaum Verkabelung nötig ist.
Aufgrund der eingesetzten Tablet PCs fällt der Bildschirm auf der Armatur weg; ein wichtiges Argument für den internationalen Einsatz.

Die Lieferscheine können auf Thermodruckern direkt in der Fahrerkabine ausgedruckt werden, was den administrativen Aufwand erheblich reduziert.

Nach einer achtmonatigen Testphase ist das Paket nun serienreif und bereits im täglichen Einsatz erprobt.

„Das Feedback unserer Kunden ist durchweg positiv und die ersten Bestellungen liegen schon auf dem Tisch“, freut sich Grasy. „Wir planen konkret noch die Anbindung eines digitalen Stifts und wollen das System so erweitern, dass wir umfassende Maschinendaten erheben und somit unsere Kunden über den genauen technischen Zustand ihrer Maschinen in Echtzeit informieren können“.

April 2012