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Graf

Abb.: Graf

Anpassbarer Löschwasserbehälter

Das Sortiment zur Löschwasserbevorratung beim Hersteller Graf ist erweitert worden.

Auf der IFAT wurde eine flexible Lösung zur Löschwasserbevorratung auf Basis des Graf EcoBloc Inspect 420 vorgestellt.

Die Querschnitte der Rohrleitungen von Trinkwasserversorgungsnetzen werden durch die Sanierung und Modernisierung zunehmend reduziert.
Zudem werden zudem im Neubausektor die Querschnitte bewusst reduziert, um einen höheren Durchfluss zu erreichen und somit das Verkeimungsrisiko zu minimieren.
Zweifelsohne greift hier jedoch auch der Kostenfaktor.

Wenn dann beispielsweise das Baugebiet erweitert wird, ist eine zusätzliche Bevorratung von Löschwasser angesagt und hier gerät häufig eine dezentrale Wasserspeicherung ins Blickfeld.

Diesem Aspekt folgend, entwickelte das Unternehmen das modular aufgebaute System, welches sich an die baulichen Veränderungen angepassen lässt.

Für gewerblich genutzte Gebäude ist entsprechend der behördlichen Vorgaben folgend, Löschwasser vorzuhalten.

Weil der Flächenbedarf oberirdischer Tanks und topografische Gegebenheiten unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Flächen eingeschränkt ist, wird in der Regel ein unterirdischer Löschwasserbehälter bevorzugt.

Gerade bei dieser Einbauvariante bieten Löschwasserspeicher aus Kunststoff Vorteile, denn diese können ohne einen schweren Autokran und damit einhergehender statischer Anforderungen an den Untergrund, die Komponenten meist über bestehende Zufahrtmöglichkeiten an den Einbauort transportiert werden.

Das System aus Teningen, bestehend aus dem EcoBloc Inspect und dem Vario 800 Systemschacht, wird als Löschwasserbevorratung nach DIN 14230 angeboten.

Durch das quadratische Grundmaß von 80 × 80 cm können, so der Anbieter, die Behälter in Form und Größe individuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden, wodurch auch ein nachträglicher Einbau flexible zu gestalten ist.

So wird eine mögliche Verlegung in bis zu 6 Lagen bei einer maximalen Einbautiefe von 5 m angezeigt, was beim Einbau Fläche und Kosten spart.

Das System weist nach Herstellerangaben eine Nutzungsdauer von 50 Jahren auf.
Ausgeführt wird ferner, dass aufgrund der stabilen Konstruktion der Löschwasserbehälter bei einer Erdüberdeckung von 80 bis 200 cm von einem Lkw bis SLW 60 befahrbar ist.

Im Lieferumfang sind alle gemäß DIN 14230 geforderten Einbauten enthalten, wozu im Bereich des Schachts ein fest integriertes Kunststoff-Saugrohr DN 125, ein Löschwasser-Sauganschluss mit Pfeilstutzen und A-Festkupplung nach DIN 14244 gehört.

Um das Behältervolumen vollständig nutzen zu können, ist der Saugkorb aus Edelstahl in einem etwa 60 cm tiefen Pumpensumpf im Bereich des Schachts positioniert.
Zudem wird der Behälter mit einem brandsicheren Kamin DN 100 aus Edelstahl mit Haube und insektensicheren Sieb belüftet.

Eine fest eingebaute Einstiegsleiter sowie ein Hinweisschild und ein Adapter für Lkw-befahrbare Abdeckungen runden das Paket ab.

Wahlweise bietet Graf auf die in der DIN 1430 geforderten Einbauten für eine Unterflur- und Überflurentnahme an.
Bei der Unterflurentnahme wird dann der Sauganschluss im Schachtsystem Vario 800 bis zur Entnahmestelle geführt.

Das System kann mit gängigen Inspektionskameras DN 200 inspiziert werden.
Zur Reinigung sind die Module bei Bedarf mit hohem Druck spülbar.

Für den Einbau des Produktes verweist der Hersteller darauf, dass die Löschwasserlösung ausschließlich in Kooperation mit zertifizierten Fachbetrieben schlüsselfertig erfolgt

Abschließend noch zwei Aspekte:
Löschwasserbehälter können sowohl mit Trinkwasser als auch mit Regenwasser gefüllt werden.

Und mit dem Begriff der Sortimentserweiterung geht einher, dass der Löschwasserbehälter Carat XXL mit einem Fassungsvermögen von 16.000 bis zu 122.000 l weiterhin angeboten wird.

Mai 2018