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Ein halbes Jahrhundert ist vergangen
seitdem Ernst Probst eine Firma für die Herstellung von Greif- und Fördergeräten gründete und die Arbeit in einer kleinen Werkstatt in Erdmannhausen aufnahm.
Aus seiner vorhergehenden Tätigkeit als Leiter der Betriebsschlosserei eines Betonwerks hatte er schon
frühzeitig erkannt, dass die Handhabung von Betonbaustoffen verbessert werden könnte.
So kam es 1964 zum ersten Serienprodukt, dem „Baukranzangen Polyp 64“.
Im Jahr 1978 trat dann der Sohn Martin Probst, nach seinem Studium als graduierter Maschinenbau- ingenieur, in die Firma ein.
Zwischenzeitlich waren die oft sehr einfachen „Kleinen Helfern“ am Markt akzeptiert, da erkannt wurde, dass sich bei der Verlegung der Beton- und Natursteinprodukte Arbeitsvorteile ergaben.
Zur weiteren Expansion des Unternehmens war es vorteilhaft, dass durch den Gründer englische und französische Sprachkenntnisse abgedeckt werden konnten.
So wurden Verkaufskontakte in ganz Europa, den USA und Afrikas erarbeitet.
Bald konnte man sagen, dass sich der kleine Betrieb zu einem international beachteten Hersteller von Greif- und Verlegetechnik für Baustoffe entwickelt hatte.
Dies führte dann auch dazu, dass wesentliche Messen genutzt wurden, um die Entwicklung des Unternehmens weiter fortzuschreiben.
So erfolgte 1980 die erste Teilnahme an der BAUMA.
Bereits seit den 70er Jahren wurden Erfahrungen mit mechanischen Pflasterverlegezangen gesammelt, was 1983 zur hydraulischen Verlegezange HVZ für Pflasterbeläge und dann 1988 zur kompletten Verlege- maschine für Pflaster- und Bordsteine, die VM 203, führte.
Auch international wurde die Expansion vorangetrieben, so erfolgte 1984 die Gründung einer eigenen Niederlassung in England.
Im Jahre 1991 wurde, der technischen Entwicklung folgend, die Vakuum-Verlegetechnik in das Angebot mit aufgenommen, wodurch sich Probst mit einem breiten Programm an greif- und verlegetechnischer Ausrüstung und Maschinen für die Bau- und Baustoffindustrie weltweit positionieren konnte.
In den folgenden Jahren wurde das Programm stetig durch Neuentwicklungen erweitert, das bestehende Programm überarbeitet und die sogenannte „Uni“-Baureihe geschaffen, mit dem Ziel universell einstellbare Gerätetypen zu entwickeln, um somit das Produktportfolio zu straffen.
Durch ein sogen. „Uni“ Gerät konnten dann oft 2 oder 3 der bisherigen Produkte ersetzt werden.
Die Produkte des Hauses sind heute in über 100 Ländern anzutreffen, was einer Exportquote von 60 bis 70% entspricht.
Obwohl die Einbrüche in den Jahren 2008/09 auch in Erdmannhausen zu spüren waren, wurde antizyklisch investiert.
Zum einen wurde der Neubau einer Produktionshalle mit 1200 qm für Großmaschinen am Unternehmens- standort mit einem neuen Showroom und Schulungsraum mit 400 qm erstellt, sowie zum anderen der Bereich Produktentwicklung intensiviert.
Das Ergebnis konnte dann auf BAUMA 2010 vorgestellt werden, wie z.B. der Flächenfertiger POWER PLAN PP.
Heute bietet das Unternehmen 130 Personen einen Arbeitsplatz.
Auf die kommenden Jahre ausgerichtet ist das Ziel, die Marktpräsenz weiter auszubauen.
Frühzeitige Investitionen in neue Absatzmärkte wie z.B. Indien, Südamerika oder auch Usbekistan und Turkmenistan zeigen mittlerweile positive Signale.
Von der Produktseite her stellt das neue Vakuumhebegerät POWERJET PJ mit einem leistungsstarken Gebläse, das selbst für stark poröse Elemente geeignet ist und eine Tragfähigkeit von bis zu 1500 kg bietet, einen Pfeiler für dieses Vorhaben dar.



