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Dörken

Grafik: aib/MACINA

Neues Competence Center

Nach Mitteilung des Duisburger Architekturbüros aib plant es für die Dörken-Gruppe ein Competence Center für Baufolien-Intelligenz.

Der neue Komplex in Hagen soll die Produktion von Baufoliensystemen für den Weltmarkt optimieren.

Am 19. Juni 2020 erfolgte der offizielle Spatenstich für das bislang größte Bauprojekt in der Geschichte des Unternehmens im Hagener Ortsteil Vorhalle.

Damit investiert das Herdecker Unternehmen nach offiziellen Angaben rund 50 Millionen Euro für Gebäude, neue Anlagen und die Infrastruktur in den Ausbau des Standortes zum effizientesten Produktionsstandort für Baufolien in Europa

„Wir wollen an diesem Standort zum Kosten-, Technologie- und Serviceführer im Bereich intelligenter Bauphysik werden“, so der Vorstand der Dörken-Gruppe, Thorsten Koch.

Zur Fertigungsoptimierung entwickelte das Architekturbüro bereits seit 2019 gemeinsam mit der Dörken-Gruppe eine Bedarfsplanung für den Standort und übernimmt nun die Generalplanung für das neue Competence Center.

Geplant sei eine fließende Fertigung mit neuen Anlagen und Technologien, schlanken Abläufen, intelligenten Werkströmen und modernen, sicheren Arbeitsplätzen.
Hierzu werden auf ca. 10.000 Quadratmetern mehrere Hallenschiffe neu gebaut und an die bestehende Produktion angedockt.

Der Ansatz einer flexiblen Nutzbarkeit und das Freihalten von Baufeldern auf Reserve dient auch der Zukunftsfähigkeit des Standortes.

Im Markt sehr bekannt sind die Steildach- und Fassadenbahnen für vielfältige Anwendungen des Herstellers, die unter dem Markennamen „Delta“ angeboten werden.

Es wird betont, dass es ein wesentliches Ziel des neuen Großprojektes sei, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit ihrem zukünftigen Arbeitsumfeld zu ermöglichen.

Daher wurde die Belegschaft frühzeitig am Planungsprozess beteiligt, indem der Betriebsrat von Anfang an in die Konzeption der neuen Fertigung eingebunden war.
Ferner wurde ein Projektteam „Neue Werkstruktur“ gebildet, dessen Mitglieder ihren Arbeitsplatz der Zukunft aus der eigenen Kompetenz heraus selbst gestalten konnten.

Als ein Ergebnis dieser Wertefindung entwickelten die Duisburger Planer einen L-förmigen Kopfbau für die Büro- und Sozialräume, die sich somit vor der eigentlichen Produktionshalle befinden.
Der Kopfbau öffnet sich zu einem begrünten Hof mit Pausen- und Meetingflächen.
Ferner wurde eine bestehende Stützwand auf dem Gelände in dessen Gestaltung einbezogen, so dass ein großzügiger eingefasster Außenraum entsteht.

Trotz strikter Einhaltung des Budgets legt aib Wert darauf festzuhalten, dass beim neuen Competence Center besonders auch auf eine ansprechende Architektursprache Wert gelegt wird.

So gliedern lange Fensterbänder den L-förmigen Kopfbau und lassen viel Licht ins Innere fluten.
Eine Verbindung mit dem zu fertigenden Produkt wird durch eine ungewöhnliche Verkleidung des Baukörpers mit Streckmetall-Gittern und hellgrünen Fassadenbahnen angezeigt.

Gleichzeitig entsteht mit dem gestalteten Außenraum ein freundliches und einladendes Gesamtbild und die fließenden Übergänge von Innen und Außen ermöglichen der Belegschaft, dies bei unterschiedlichen Arbeits- und Pausensituationen zu nutzen.

September 2020