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Kraftwerksbau übernommen

Die Geschäftsführung der Heitkamp BauHolding GmbH hatte bereits Ende November 2011 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt.
Grund hierfür waren finanzielle Verpflichtungen der Holding, die aus der Vergangenheit stammen, wie zum Beispiel der Insolvenz der Deilmann Haniel GmbH.

Bereits Mitte Januar 2012 hat die Heitkamp BauHolding bekannt gegeben, dass der Bereich Infrastrukturbau mit den beiden nicht-insolventen Töchtern Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH und Heitkamp Umwelttechnik GmbH an die Gesellschafter aus dem Kreise der Stricker-Gruppe aus Dortmund verkauft werden.

Nun wurde die nicht-insolvente Tochter Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH (HIKB), mit 168 Millionen Umsatz der umsatzstärkste Bereich der Holding, an die Zech Bau Holding GmbH aus Bremen verkauft.

Entsprechende Verträge haben Dr. Dirk Andres, gerichtlich bestellter Sachwalter der Heitkamp BauHolding GmbH sowie die Geschäftsführung und der Restrukturierungsbeauftragte, Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus, mit den Verantwortlichen der Zech Bau Holding GmbH aus Bremen endgültig und rückwirkend zum ersten Januar d.J. ausgehandelt.

Der Geschäftsbereich Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH konzentriert sich auf die Bereiche, Kraftwerksbau, Kernkraftwerksbau, Kühlturmbau, Industriebau, Ingenieurbau und Auslandsbau.

Neben dem Hauptsitz in Herne ist die Heitkamp Ingenieur- und Kraftwerksbau GmbH mit Niederlassungen in Rostock, Bitterfeld und Halle, wie auch mit Repräsentanzen in Bulgarien, Russland und Großbritannien vertreten.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Zech Bau Holding übernimmt alle 200 Beschäftigten der Heitkamp-Gesellschaft inklusive dem langjährigem Geschäftsführer Michael Müller und seinem Kollegen Wolfgang McNichols.

Die Marke Heitkamp bleibt bestehen, denn die HIKB wird weiter unter ihrem jetzigen Namen fimieren.

„Dieser dritte Verkauf innerhalb kurzer Zeit macht deutlich, dass die operativ tätigen Gesellschaften von Heitkamp gut aufgestellt sind“, sagt Sachwalter Andres von der Kanzlei AndresSchneider Rechtsanwälte & Insolvenzverwalter.

Das zeigen auch die Investorengespräche für die weiteren fünf nicht-insolventen Gesellschaften unter der Heitkamp BauHolding.

„Das Interesse an den Heitkamp-Gesellschaften ist da und wir können wahrscheinlich in den kommenden Wochen weitere Verkäufe vermelden“, ergänzt der Restrukturierungsbeauftragte Kebekus.

Andres und Kebekus betonten, dass von einer klassischen Zerschlagung nicht die Rede sein kann, denn die zu verkaufenden Gesellschaften sitzen zwar gemeinsam unter einer Holding, agieren aber unabhängig voneinander und haben eigene Bilanz- und Zahlungskreisläufe. Der Verkauf an neue Gesellschafter sei deshalb die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für alle Beteiligten.

Februar 2012