SUCHE


FH Münser

Geokunststoffe machen es möglich

Wenn Straßen durch Gebiete mit weichem Untergrund wie beispielsweise Moore gebaut werden sollen, kommen im modernen Straßenbau sogenannte Geokunststoffe zum Einsatz.

Über diese und andere Verwendungsmöglichkeiten der synthetischen Materialien informierte am 22. Februar ein Seminar der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure (VSVI) an der Fachhochschule Münster.

Rund 120 Teilnehmer aus Forschung, Industrie und Verwaltung tauschten sich bei Vorträgen und einer begleitenden Ausstellung über die aktuellsten Entwicklungen aus. „Beim Straßenbau auf instabilem Untergrund funktionieren die eingesetzten Geokunststoffe wie eine moderne Variante des Knüppeldamms”, sagt Prof. Dr. Jochen Müller-Rochholz von der Fachhochschule Münster.

Sie würden eingesetzt, um der Natur an sensiblen Stellen unter die Arme zu greifen. Mit den synthetischen Baustoffen in Form von Matten, Vliesen oder Gittern sei es möglich, Stellen befahrbar zu machen, die sonst unzugänglich bleiben würden.

Mit Einlagen aus Glas, Polyester, Carbon oder Stahlgeflechten könnten zudem Asphaltstraßen haltbarer gemacht werden, da sie durch die Kunststoffe besser vor Rissbildungen geschützt seien, so der Hochschullehrer weiter. Darüber hinaus lassen sich mit Geokunststoffen Deponien absichern, Abhänge vor Erosion schützen oder Deiche verstärken.

Die Tagung, die von Müller-Rochholz in Zusammenarbeit mit der VSVI NRW ausgerichtet wurde, bringt seit 16 Jahren erfolgreich Entscheider und Praktiker der Branche aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen in der Fachhochschule Münster zusammen.

Sie sorgt damit für einen beständigen Austausch über neue Fallbeispiele aus Wissenschaft und Praxis.

Februar 2010