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Nordbau ist zuversichtlich

Das Freigelände der Messe in Neumünster, auf dem üblicherweise Baumaschinen, Baugeräte, Nutzfahrzeuge und die Kommunaltechnik ihren Darstellungsplatz finden, sei, so der Veranstalter, bereits nahezu ausgebucht.
Somit wäre dieser Bereich für den Fachbesucher von Interesse, der sich über Maschinenlösungen und Weiterentwicklungen, wie auch für den Recycling- und Aufbereitungs-Sektor in der Baubranche interessiere.

Auch die Hallen, die traditionell das Themenfeld Baustoffprodukte, Bauelemente, Heizung, Klimatechnik, Fliesen und Werkzeug beherbergen, sei die Buchungslage erfreulich hoch.
Hier richte sich das Angebot neben den Fachbesuchern wie Handwerker, Architekten und Planer, gleichermaßen auch an die öffentlichen und privaten Bauherren.

Wie seit Jahren, so ist auch in diesem Jahr ein Sonderthema festgelegt worden:
„Ein zweites Leben für Baustoffe”

Hier soll beim Thema Recycling im Hoch- und Tiefbau ein verstärkter Blick auf verantwortungsvollem Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen im Baugewerbe gelenkt werden.

So seien hohe Transportkosten und wachsende Probleme mit anfallendem Sondermüll Faktoren denen Informationsraum geboten würde.
Für den Hochbau mit den Baustoffen und Bauelementen wie auch für den Tiefbau mit den Maschinen und Geräten würde die Wiederverwertung zukünftig eine noch bedeutendere Rolle einnehmen.

Daher wurde die Anregung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung Schleswig-Holstein gerne angenommen und in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Lübeck und zahlreichen Verbänden würde diese Sonderschau mit beispielhaften Produkten, Lösungen, Studien und Neuheiten sowie mehreren Seminare dieses Thema beleuchtet.
Hierfür seien in der Halle 8 rund 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche vorgesehen sowie in direktem
Umfeld stünden weitere Flächen für interessierte Aussteller zur Verfügung, welche die Nähe zu den
Institutionen und zum Sonderthema nutzen möchten.

Die Thematik “Wiederverwendung” soll allen Baubeteiligten Möglichkeiten aufzeigen wie Rohstoffsicherung, Vermeidung von Sondermüll, Verwendung regionaler Baustoffe, verringerte Transportkosten und Chancen des Recyclings gelingen können.
Dazu Professor Dr. Helmut Offermann von der Technischen Hochschule in Lübeck:
„Von allen Wirtschaftszweigen fallen am Bau die meisten Abfälle an. Deshalb müssen wir die Chancen des Recyclings nutzen. Wenn wir ressourcenschonend bauen wollen, müssen wir uns auch über die Lebensdauer von Baustoffen Gedanken machen. Der Wunsch nach neuen Baustoffen ist dabei nur eine Seite der Medaille, deponieren eine andere! Regionale Baustoffe, die aufbereitet werden, könnten der Weg in die Zukunft sein. Dazu müssen Bauherren bewusst regionale Baustoffe wählen und Baustoffhersteller trennbare Stoffe anbieten.”

Im Freigelände Süd wird in diesem Jahr auf Neuheiten abgezielt sowie „Aus-einer-Hand-Lösungen“ zu Elektromobilität für Bau und Handwerk. Elektro-Nutzfahrzeuge, Ladestationen, Bau und Service der Anlage am Betriebssitz sowie die Stromerzeugung auf dem Firmengebäude seien wesentliche Eckpunkte, welche die Bau- und Handwerksbetriebe interessieren dürften.

Zu erkennen ist, dass die 66. NordBau, die für den 8. bis 12. Sept. 2021 geplant ist, in der bekannten Struktur, die im vergangenen Jahr, bedingt durch die Coronapandemie unterbrochen wurde, durchgeführt werden soll.

Dies bestätigte auch Wolfgert Jansch, Leiter der Messe Nordbau.
Er sieht diesen Aspekt als wesentliches Ziel an, welches sowohl von der politischen Seite, wie auch von den Gesundheitsbehörden unterstützt würde, da die positiven Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr die Kompetenz des Veranstalters, auch unter diesen Umständen, gezeigt hätten.
Sollten die Rahmenbedingungen zum Veranstaltungstermin von der aktuellen Annahme abweichen, so würde hierauf rechtzeitig eine Reaktion, welche die Erfahrungen des vergangenen Jahres aufnimmt, erfolgen, so Jansch weiter.

Februar 2021