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Vögele

Foto: Vögele

60.000 m² Autobahn-Sanierung

Der Ruf nach schnellen Straßensanierungen stellt sich immer zügig ein, besonders, wenn es sich um stark frequentierte Schnellstraßen handelt, die sich in einem dicht besiedelten Gebiet befinden, wie es in Deutschlands größtem Ballungsraum, dem Ruhrgebiet der Fall ist, denn bereits kleine Baustellen führen hier schnell zu langen Stauungen.

Kurze Bauzeiten stehen somit unmittelbar auf der Wunschliste, aber die Umsetzung bedarf einer präzisen Planung, einem hohen Maß an Prozesssicherheit sowie eine zuverlässige Maschinentechnik.
Dies impliziert zudem ein hohes Maß an Erfahrung und Kompetenz bei den Anwendern und Experten.

All diese Parameter waren Bedingung, damit die Sanierung eines 3,60 km langen Autobahnabschnitts der A 3 bei Duisburg erfolgen konnte, der werktags von rund 120.000 Fahrzeugen genutzt wird.

Flankiert wurde die Sanierung durch die Vollsperrung der Strecke an einem Wochenende durch die zuständige Straßenbaubehörde Straßen.NRW.

„Damit schaffen wir an einem Wochenende die Arbeit, die den Verkehr sonst mehrere Wochen behindert hätte – und haben am Ende auch noch eine bessere Qualität“, so Thomas Oehler, Straßen.NRW-Abteilungsdirektor.

Entsprechend waren die Zeitabläufe getaktet.
So wurden die Arbeiten freitags um 22 Uhr mit dem Einrichten der Vollsperrung in beide Fahrtrichtungen begonnen.
Danach wurde zunächst die rechte aus Beton bestehende Fahrspur, die nicht sanierungsbedürftig war, mit einer Nutfräse von der angrenzenden Asphaltspur getrennt.

Um 23 Uhr begannen vier WIRTGEN Großfräsen mit dem Abtragen der sanierungsbedürftigen Deck- und Binderschicht.
Hierfür waren 20 Stunden eingeplant.

Bereits vor Beendigung der Fräsarbeiten, am Samstagmorgen um 7:15 Uhr, begann der Asphalteinbau, da dieser, so die weitere Zeitvorgabe, bereits am Sonntag um 10:30 Uhr abgeschlossen sein musste, damit Zeiteinheiten für Nacharbeiten wie das Aufbringen der Markierungen zur Verfügung standen.

Die Verkehrsfreigabe war für den folgenden Montag geplant, um den Berufsverkehr nicht durch die Stadtgebiete leiten zu müssen.

Für den Einbau auf einer Fläche von 60.000 m2 stand also ein Zeitfenster von lediglich 27 Stunden zur Verfügung.

Diese Herausforderung ging das Team der JOHANN BUNTE Bauunternehmung GmbH & Co. KG mit insgesamt sechs VÖGELE Fertigern an.

Zunächst stellten zwei SUPER 2100-3i die Binderschicht her. Einer der beiden Highway Class Fertiger arbeitete dabei in die eine Fahrtrichtung, der andere nahm gleichzeitig am anderen Baustellenende die Arbeit in die entgegengesetzte Richtung auf.
Die Deckschicht aus lärmminderndem Splittmastixasphalt (LOA) bauten anschließend je zwei SUPER 1800-3i SprayJet im „Heiß an heiß“-Verfahren ein.

Um unter diesen Zeitvorgaben die Materialversorgung sicherstellen zu können, waren drei Mischanlagen mit der Asphaltproduktion beauftragt, eine weitere stand vorsorglich zur Reserve bereit.

Den heißen Asphalt transportierten 130 Sattelzüge in 500 Fuhren zur Baustelle zwischen dem Kreuz Duisburg-Kaiserberg und dem Breitscheider Kreuz. In Summe wurden somit 16.000 t Asphalt, davon 12.000 t für die Binderschicht und 4.000 t für die Deckschicht, produziert, transportiert und eingebaut.

Die Beschicker vom Typ MT 3000-2i Offset nahmen das Mischgut von den LKW entgegen und ermöglichten die kontinuierliche Versorgung der Straßenfertiger.
Damit der Einbauprozess fehlerfrei durchgeführt werden konnte, koordinierten die Beschickerfahrer die Entladung, wodurch sich die Fertigerfahrer voll auf den Einbauprozess konzentrieren konnten.

Für einen effizienten Ablauf wurden die Sprühfertiger SUPER 1800-3i SprayJet des Herstellers eingesetzt, um das Aufsprühen der Bitumenemulsion und den Einbau der Asphalt-Deckschicht in einem Arbeitsgang zu realisieren.

Durch das reibungslose Zusammenspiel aller Faktoren konnte Anfang Juni am Montagmorgen um 5 Uhr die Autobahn A3 wieder dem Verkehr übergeben werden.

Die Erleichterung, den straffen Zeitplan eingehalten zu haben, war bei allen Beteiligten groß.
„Das war eine Spitzenleistung, die das gesamte Team hier abgeliefert hat. Alle haben sich gegenseitig unterstützt“, sagte Bauleiter Niklas Lehmann nach Abschluss der Baumaßnahme.

Oktober 2020