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Bomag

Bild: BOMAG GmbH

Herstellerunabhängige Verdichtungskontrolle

Die letzte Bauma fand im Jahr 2019 statt. Auf diesem Event führte Bomag die Anwendungssoftware vor, die dem Walzenfahrer in Echtzeit und punktgenau das Ergebnis seiner Verdichtungsfahrten auf dem eigenen Smartphone oder Tablet direkt in der Fahrerkabine visualisierte.
Das Publikum erfuhr auf diesem Wege vom Einstieg in eine unkomplizierte flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle (FDVK).

Mit bisherigen FDVK-Systemen hatte diese kostenfreie Bomap nicht mehr viel gemeinsam, denn jeder, der ein Smartphone oder Tablet besaß, konnte die App bedienen und nutzen.

Nun verweist der Baumaschinenhersteller auf die nächste Stufe der digitalen Erfolgskontrolle für die Baustelle.

Mit dem als Bomap Connect bezeichneten System wird nicht mehr nur der Verdichtungsfortschritt einer einzelnen Maschine erfasst, sondern es bietet eine über die gesamte Baustelle vernetzte Kontrolle und Dokumentation aller an der Verdichtung beteiligten Maschinen und Geräte, unabhängig vom Hersteller.
In dieses offene System können somit auch die erfassten Daten in andere Systeme eingespielt werden.

Das Tool, so der Anbieter weiter, lässt sich intuitiv bedienen und ortunabhängig durch die Cloud-Lösung auswerten.

Um den Bauunternehmern weitere Analysen zu ermöglichen, wurde die digitale Schnittstelle des Herstellers, genannt Joblink, freigegeben.
Daher seien alle für die Verdichtung relevanten Daten automatisch erfassbar.

Bei Bedarf integriert die Schnittstelle per Bluetooth-Verbindung Bomag Joblink und erfasst von den Walzen aus diesem Hause zusätzlich zu den Überfahrten auch den EVIB-Wert, die Temperatur, die Frequenz und die Amplitude und fügt diese in die Baustellendokumentation mit ein.

Umfasst die Flotte auch Maschinen, die nicht vom Bopparder Unternehmen sind, können auch diese vernetzt werden, wodurch die Daten der Überfahrten eine Überfahrtenkarte der gesamten Baustelle ergeben.

Die optionale Präzisionsantenne maximiert den GPS-Empfang, was speziell auf innerstädtischen Baustellen oder bei schwierigen Wetterverhältnissen die Genauigkeit der Dokumentation nochmals erhöht.

Die Daten aller beteiligten Walzen werden über die schon erwähnte Cloud-Anwendung untereinander in Echtzeit vernetzt und in Sekundenschnelle als Farbkarte in Google Maps dargestellt.
Eingefärbte Flächen signalisieren dann das jeweilige von der gesamten Maschinenflotte erreichte Verdichtungsergebnis.
Doch diese Software könne noch mehr leisten als nur die lokale Steuerung in den Verdichtern vor Ort.
Das System böte alle Voraussetzungen für das Remote-Monitoring und den ortsunabhängigen Fernzugriff via Internet-Anwendung, denn durch die browserbasierte Software wäre der Verdichtungsfortschritt von jedem Ort aus einsehbar.
Somit wäre es dem Bauleiter ortsunabhängig möglich, alle Bauprojekte zu verfolgen und sogar korrigierend einzugreifen.

Mithilfe von 3D-Plandaten und aktuellen Informationen aus Onlinekartendiensten könnten daher alle relevanten Baustellenkernparameter festgelegt und der Bauablauf detailliert vorgeplant werden.

Die jeweiligen Baufelder werden definiert, die Verdichtungsvorgaben gemäß der Aufgabe festgelegt (Anzahl Überfahrten oder Bodensteifigkeitswert) und die beteiligten Maschinen verbinden sich mit dem Projekt und werden anschließend angezeigt.

Abschließend erhalten Walzenfahrer, Polier und Bauleiter den fertigen Projektauftrag per Knopfdruck.
Dies impliziert auch die Möglichkeit über Änderungen im Bauprozess oder nachgereichte Feinjustierungen zu informieren.

März 2021