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Funke

Bild: Funke Kunststoffe GmbH

Eiprofilanschluß „unter 3 Uhr“

Funke stellt den U3-Anschluss DN/OD 160 vor, der für den Anschluss von Zuleitungen unterhalb des Kämpfers bei Eiprofilen entwickelt wurde.
Nach Herstellerangaben sorgt nun eine neuartige Gelenkhülse mit einer flexibel gelagerten Dichtung, nach der fachgerechten Montage des Bauteils für einen formschlüssigen Anschluss an den Sammler.

Der Übergang zwischen Hausanschlussleitung und Sammler gehört zu den sensibelsten Stellen in der Abwasserkanalisation.
Wurden die Hauptrohre früher „angeschlagen“, entspricht die Erstellung einer maßhaltigen Bohrung/Kernbohrung vor dem Einbau eines Hausanschlussstutzens heute dem allgemeinen Standard.

Vom Markt, unter anderem aus der Landeshauptstadt Düsseldorf, wo auch Eiprofilrohre aus Beton nach DIN EN 1916 zum Einsatz kommen, wurde ein konkretes Interesse an einer technisch hochwertigen und standardisierten Anschluss-Lösung signalisiert.
„Ausschlaggebend für die Entwicklung des U3-Anschlusses war die zunehmende Nachfrage nach Produkten, mit denen auch Sondersituationen technisch sauber zu lösen sind – zum Beispiel der Anschluss an Eiprofilrohre unterhalb des Kämpfers.
Das gab letztlich den Ausschlag, die Produktentwicklung konkret in Angriff zu nehmen“, sagt Dirk Große-Farwick, Produktentwicklung Geschäftsbereich Tiefbau, beim westfälischen Anbieter.

Im Dialog mit Hans Josef Kanne und Dipl. Ing. Alexander Schuir, Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf, Abt. Grundstücksentwässerung, wurde ein detaillierter Anforderungskatalog erarbeitet, wobei sich die Beteiligten einig waren, dass nur ein Gesamtkonzept von einem flexiblen Anschlusssystem bis hin zu einer geeigneten Vorrichtung zur Erstellung der exakten Kernbohrung zum Erfolg führen könne.

Diese Anforderungen werden als erfüllt angesehen, denn mit dem U3-Anschluss lassen sich Anschlüsse an Eiprofile entsprechend DIN EN 1916 auch unterhalb des Kämpfers und damit unterhalb der 3 Uhr-Position herstellen.
Er besteht aus einer Gelenkhülse mit einer flexibel gelagerten Dichtung, die nach einer fachgerechten Montage formschlüssig mit dem Sammler verbunden ist.
Ein ebenfalls neu konstruierter Distanzring sorgt zudem für die nötige Abstützung an der Unterseite des Anschlusses und damit für eine optimale Kraftübertragung auf das Rohr.
Gleichzeitig wird, so die weitere Ausführung, damit das erforderliche Gefälle zum Hauptkanal sichergestellt.

Aufgrund der variablen Konstruktion des U3-Anschlusses können in Abhängigkeit der Geometrie des Sammlers verschiedene Anbohrhöhen realisiert werden.
Für die fachgerechte, rechtwinkelige und maßhaltige Erstellung der erforderlichen Kernbohrung mit einem Durchmesser von 212 mm entwickelte Funke eine Horizontal-Bohrkonsohle.
Die Handhabung auf der Baustelle sei problemlos und schnell zu erledigen, so wäre die Ausrichtung in kürzester Zeit möglich und das Bohrgerät könne durch eine zweifache Abstützung am Rohr sicher und positionsgenau fixiert werden.

Nach dem Einsetzen des U3-Anschlusses in die Bohröffnung und dem Festziehen mit einem Gewinderad wird abschließend eine Funke 1 K-Dichtmasse in das Bauteil gepresst, die ferner zusätzlich für einen festen Sitz und eine dauerhafte Dichtheit sorge.

November 2020