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Fasel

Foto: Gebr. Fasel Betonwerk GmbH

Kanalsanierung mit langlebigem System

Für Sanierungsarbeiten an der Kanalisation in Eitorf entschieden sich die Gemeindewerke, beruhend auf Erfahrungen wieder für Mehrkomponentenmaterialien.

Ursächlich für die Maßnahme war, dass bei der Kanalisation gleich in mehreren Straßenzügen Handlungsbedarf bestand.

Auf Grundlage der Planungen durch das Nümbrechter Ingenieurbüro Osterhammel GmbH erfolgte nachfolgende strategische Lösung:
Indem der Mischwasserkanal in der Leienbergstraße und der Siegstraße bis Höhe Poststraße hydraulisch vergrößert und der Kanal in der Hospitalstraße über die Bergstraße neu angebunden wurde, konnte auf eine Erneuerung der Leitungen in der parallel zur Leienbergstraße verlaufenden Cäcilienstraße und auf dem Marktplatz größtenteils verzichtet werden.
Im Rahmen der im Herbst 2020 durchgeführten Baumaßnahme wurde auch der Kanal in der Bergstraße zwischen Leienbergstraße und Hospitalstraße erneuert sowie die Trinkwasserleitung, um eine dauerhafte Löschwasser- verfügbarkeit sicherzustellen.

Mit einem Durchmesser von DN 800 bis DN 1200 ist der neue Mischwasserkanal im Bereich Siegstraße/ Leien- bergstraße deutlich größer dimensioniert als die alte Betonleitung, die lediglich einen Durchmesser von DN 300 bis DN 400 besaß.

Verwendet wurden bei der Sanierungsmaßnahme FABEKUN®-Rohre, die sich durch ein innenliegendes PVC-Rohr auszeichnen, welches in das Betonrohr einbetoniert ist. vgl. (Rohre aus Beton und Kunststoff)

Die durch den Werkstoff PVC bestehende geringere Rauigkeit erhöht die Schleppkraft des Abwassers, wodurch das Ablagerungsrisiko reduziert wird.

Für die vorhandenen Rahmenbedingungen sei dies besonders wichtig gewesen, wie Arnulf Wagener vom Ingenieurbüro Osterhammel betonte:
„Der Abwasserkanal weist nur ein relativ geringes Gefälle auf. Da ist entscheidend, wie das Fließverhalten im Rohr aussieht.“

Doch nicht nur FABEKUN®-Kanalrohre kamen auf der insgesamt 700 m langen Baustelle zum Einsatz.
Verbaut wurden auch Tangentialschächte DN 1000, Schachtunterteile in verschiedenen Nennweiten – DN 1000, DN 1200, DN 1500 und DN 2000 – sowie verschiedene Bögen in DN 400, DN 500 und DN 1000.
Die Bögen ermöglichten Richtungswechsel des Kanals, der teilweise parallel zum Eipbach verläuft.

„Uns hat überzeugt, dass das FABEKUN®-System in sich schlüssig ist und auch die Schächte mit einer entsprechenden Innenauskleidung geliefert werden“, sagt Alexander Schlein, der zusammen mit seinem Kollegen Marc Topiarz für die Bauüberwachung durch die Gemeindewerke zuständig war.

Damit bezog sich Schlein auf die Besonderheit des Schachtunterteils, welches komplett mit PU ausgekleidet und dadurch korrosionsbeständig und chemisch widerstandsfähig ist.

Die glatte PU-Vollauskleidung sorgt zudem für sehr gute hydraulische Eigenschaften des Schachtunterteils.
Um eine exzellente Dichtigkeit zu erreichen, wird die Schachtauskleidungen komplett fugenfrei und ohne Klebestellen hergestellt.
Dies gilt auch für den Muffenbereich.

„Dadurch entfällt ein Hauptproblem von Schachtbauten: die Infiltration von Grundwasser, die besonders im Bereich von Muffen und Fugen auftreten kann“, ergänzt Rüdiger Göbel, Fachberater des Herstellers.

Ein weiterer Vorteil sei die Konfektionierbarkeit der Schächte, den diese würden im Werk nach den Planvorgaben gefertigt.

Februar 2021