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Lanxess

Abb.: LANXESS

Farben für 3D-Betondrucker

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat eine Musterbox entwickelt, die aufzeigt, welche Farben auch im additiven Fertigungsverfahren realisiert werden können.

Die Box enthält Betonmuster in 26 verschiedenen Farbtönen, die, so der Anbieter, sind mit witterungsbeständigen und farbstarken anorganischen Pigmenten der bekannten Hausmarke eingefärbt und ließen sich auch für im 3D-Druck gefertigte Betonstrukturen zuverlässig farbig gestalten.

Als eine noch junge Technologie im Bauwesen wird der 3D-Druck mit Beton angesehen, jedoch hätten bereits weltweit zahlreiche Universitäten Sonderforschungsbereiche für die „Additive Fertigung im Bauwesen“ eingerichtet.

In der Praxis findet die Technologie bereits ihre Anwendung, so wurde in Deutschland Ende 2020 das erste Wohnhaus gedruckt.

Die additive Fertigung nutzt moderne Informationstechnik für eine automatisierte Herstellung, ermöglicht eine sehr große Formenvielfalt und ist bezogen auf den Materialverbrauch selbst bei kleinen Stückzahlen wirtschaftlich, so die weitere Ausführung.
Das grundlegende Prinzip bestehe darin, dass beim Bauteilaufbau nur dort Beton aufgetragen würde, wo er benötigt werde.

3D-druckfähiger Mörtel oder Beton auf Zementbasis wird durch eine Düse in bis zu wenige Zentimeter dicken Schichten ohne Schalung aufgetragen.
„Damit lassen sich Bauabläufe verschlanken und Zeit ist Geld auf der Baustelle. Nach unserer Einschätzung gewinnt das Drucken mit Beton in vielen Segmenten weiter an Bedeutung und wird zu einer Schlüsseltechnologie der Bauwirtschaft“, sagt Oliver Fleschentraeger, Market Segment Manager Construction im Geschäftsbereich Inorganic Pigments bei LANXESS.

Bei der Entwicklung farbig gedruckter 3D-Projekte könnte eine fundierte Pigmentberatung eine wertvolle Hilfe sein, denn dieser Prozess erfordere Know-how über die Interaktion zwischen Betontechnologie und Farbpigmenten.

„Ob der Beton in seinem ausgehärteten Zustand den gewünschten Farbton hat, hängt nicht nur von der Qualität und Mischung der Farbpigmente ab, sondern auch von dem Auftrag selbst. Die Art des verwendeten Zements hat einen Einfluss auf den Farbton und umgekehrt. Die Reaktionen der Pigmente auf die eingesetzten Betonzusatzstoffe müssen auch berücksichtigt werden“, so Fleschentraeger weiter.

Februar 2021