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Polymerfasern bauaufsichtlich zugelassen

Nach Angaben der MBCC Group vgl.(Bauchemiegeschäft Veräußerung abgeschlossen) hat das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) die Polymerfasern MasterFiber 255 SPA von Master Builders Solutions® erstmals bauaufsichtlich zugelassen, womit die Verwendbarkeit der Kunststofffasern in Beton nach DIN EN 206-1 im Sinne der Landesbauordnung nachgewiesen sei.
Die High-Performance Polypropylen-Makrofaser wurde als leistungsfähige Bewehrung für Beton entwickelt.

Zwar verfüge Beton über eine hohe Druckfestigkeit, erklärt Dr. Christoph Hahn, Produkt Manager für Polymerfasern des Hauses, allerdings könne der Baustoff nur geringe Zugspannungen aufnehmen.
„Die Fasern übertragen Zugkräfte zwischen den Rissufern und erhöhen so die Duktilität von Betonbauteilen signifikant. Die Tragwirkung der Makrofasern wird statisch in Ansatz gebracht, wodurch sich Stahlfasern und Stahlbewehrung teilweise oder komplett ersetzen lassen. Dabei entspricht eine Dosierung von nur 4 kg/m³ an Makrofasern circa. 30 kg/m³ an Stahlfasern.“

Der Werkstoff Stahl besitzt ein hohes Eigengewicht und gilt in seiner Verarbeitung als sehr arbeitsintensiv.
Somit wird darauf verwiesen, dass synthetische Makrofasern im Beton die Vorfertigung und Arbeitsabläufe auf der Baustelle und im Betonwerk vereinfachen und die Reduzierung oder Wegfall der Stahlbewehrung Kostenvorteile mit sich bringt.

Die Produktabkürzung „SPA“ steht für „soluble packaging“ und bezieht sich auf die zugelassene, wasserlösliche Dosierverpackung, die eine einfache und sichere Verarbeitung der Fasern sowohl bei Zugabe auf dem Förderband der Gesteinskörnung, als auch bei Zugabe der Fasern in den Betonmischer gewährleiste.

Damit sei auch die Gefahr der sogenannten „Igelbildung“, dem Verklumpen der Fasern im Betonmischer, massiv reduziert worden.

Ferner würde das Produkt auch in punkto Dosiereffizienz neue Maßstäbe setzten, denn bei gleicher Nachrissbiegezugfestigkeit würden im Vergleich zu marktüblichen Polymerfasern bis zu 20 % weniger Fasern benötigt.

In der Verwendung sieht der Anbieter den Produkteinsatz, aufgrund des leichten Einbaus, insbesondere bei Bauteilen mit einer komplizierten Geometrie, aber auch für Betonfertigteile wie Schacht- und Rohrsysteme, Winkelstützwände, Behälterbau, Galabau oder hochbelastete Industrieböden und Verkehrsflächen.

Des Weiteren wird darauf verwiesen, dass die Faser sich mit allen Produkten aus der Produktfamilie kombinieren lässt.

Oktober 2020