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Globale Zusammenarbeit geplant

Die Daimler Truck AG und der US-amerikanische Motorenhersteller Cummins Inc. (NYSE: CMI) gaben die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) bekannt.

Inhaltlich ist die Erklärung auf eine globale strategische Partnerschaft für mittelschwere Motoren ausgerichet.
Im Rahmen dieser geplanten strategischen Partnerschaft wird Cummins in die Weiterentwicklung der mittelschweren Motorenplattform sowie deren globale Produktion und Lieferung ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts für Daimler Trucks & Buses investieren.

Martin Daum, Vorsitzender des Vorstands der Daimler Truck AG und Mitglied des Vorstands der Daimler AG:
„Die Absichtserklärung zwischen der Daimler Truck AG und Cummins rüstet die Motorenproduktion am Standort Mannheim für die Zukunft und stärkt zugleich unsere Wettbewerbsfähigkeit. Mit der Umstellung auf Euro VII hätten wir erhebliche Mittel in die Weiterentwicklung unserer mittelschweren Motoren investieren müssen. Diese Mittel spielen wir nun frei, um sie auf die Technologien zu konzentrieren, die in der Transformation unserer Industrie für unseren langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sind.“

“Wir freuen uns, diese wichtige strategische Partnerschaft mit Daimler Truck bekannt zu geben, um die mittelschweren Motorensysteme für Daimler Trucks & Buses in den globalen Märkten zu liefern. Unsere Partnerschaft ist eine großartige Gelegenheit für beide Unternehmen, wettbewerbsfähiger zu werden, globale Innovationen voranzutreiben, das Angebot für Kunden zu erweitern sowie Emissionen zu reduzieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, weitere potenzielle Möglichkeiten für das Wachstum unserer jeweiligen Unternehmen zu erkunden. Als führender unabhängiger globaler Anbieter von sogenannten Power Solutions ist Cummins bestrebt, jedem Kunden an jedem Ort die richtige Lösung zu bieten, indem wir ihm eine breite Palette aus fortschrittlichen Diesel-, erdgasnahen, vollelektrischen, Wasserstoff- und anderen Technologien anbieten,” sagte Tom Linebarger, Chairman and CEO, Cummins Inc.

Produktionstechnisch beinhaltet die Erklärung, dass die Cummins Inc. auf dem Gelände des Mercedes-Benz Werks Mannheim eine Motorenfertigung aufbaut, um dort ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts mittelschwere Motoren mit der Abgasnorm Euro VII für Mercedes-Benz zu produzieren und, wie bei den Produkten von Cummins üblich, diese auch anderen Nutzfahrzeugherstellern zur Verfügung zu stellen, womit sich notwendige Skaleneffekte ergeben, die so eine Motorenbaureihe auch in Zukunft wirtschaftlich ermöglichen.

Mit dieser Partnerschaft zielen die Daimler Truck AG und Cummins darauf ab, die Arbeitsplätze am Standort Mannheim nachhaltig zu sichern.
Ferner wird Cummins seine bestehende Präsenz und sein Produktions- und Lieferkettennetzwerk in allen anderen Regionen für die weiteren Marken von Daimler Trucks nutzen, einschließlich der Marken von Daimler Trucks North America, so die weitere Aussage.

Produktpolitisch ergibt sich somit für die Daimler Truck AG die Option, sich zukünftig auf die Weiterentwicklung von alternativen Antriebstechnologien sowie Komponenten für den schweren Nutzfahrzeug-Antriebsstrang zu fokussieren.
Daher wird nicht weiter in die Entwicklung der eigenen Medium-Duty Engine Generation (MDEG) investiert, die in leichten und mittelschweren Lkw, Stadt- und Überlandbussen sowie bei Drittanbietern zum Einsatz kommen, denn die MDEG-Produktion der Daimler Truck AG läuft sukzessive mit der Nutzung der Cummins Motoren aus.
Zudem ist vorgesehen, dass die Partner eine breitere globale strategische Zusammenarbeit evaluieren, die mögliche Synergien in Bereichen wie Antriebsstrangkomponenten und Motorsystemkomponenten beinhalten.

Die Heavy-Duty Motorengeneration (HDEP) für das schwere Fahrzeug-Segment von Daimler Trucks & Buses wird nach aktueller Information im Portfolio der Daimler Truck AG verbleiben und die Motoren werden weiterhin im globalen Netzwerk in Mannheim sowie Detroit gefertigt, um weltweit in schwere Lkw, Reisebussen sowie bei Drittanbietern verwendet zu werden.

Februar 2021