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Giant

Die neue 761er Serie

Realisierung von Kundenwünschen ist der Ansporn

In diesem Monat stellte das niederländische Unternehmen TOBROCO Machines B.V., aus Oisterwijk, in der Provinz Nordtrabant seinen Händlern und Kunden ausgiebig seine Unternehmens- und Produktentwicklungen vor.

Es handelt sich um ein recht junges Unternehmen, das im Jahre 2006 gegründet wurde und in der Anfangsphase ausschließlich Maschinen für den heimischen, landwirtschaftlichen Markt produzierte.

Erst 5 Jahre später wurde mit der Entwicklung des ersten Giant Radladers auch der Markt der Bauwirtschaft und hier besonders der Galabau ein Unternehmensziel.

Diverse Umzüge der Produktionsstätte innerhalb der Region geben Ausdruck über die Unternehmensentwicklung, von einem kleinen Produktionsgebäude über die Zwischenstufe einer 2300 qm großen Produktionsfläche bis zum heutigen Unternehmensstandort mit heute über 20.000 qm Fläche.

Der niederländische Hersteller mit knapp 100 Mitarbeitern scheut sich nicht mit den Globalplayern in den angeführten Märkten in Wettbewerb zu treten und ist, nach eigenen Angaben, heute bei den Kompaktradladern Marktführer in den Beneluxländern.

Er sieht sich auch international gut aufgestellt, wobei man sich auf die Nordhälfte des Globus konzentriert.

Das heutige Produktportfolio umfasst Kompaktradlader, Teleskoplader und ein breites Sortiment von Anbauteilen.

Toine Brock, Inhaber und CEO des Unternehmens stellte heraus, dass diese Entwicklung beim Start nicht absehbar und auch die Entwicklung nicht gradlinig war.

So waren die ersten Schritte im Bausektor durch viele Lernprozesse gekennzeichnet.

Beispielhaft erwähnte Brock die Erfahrung, dass nicht nur die technische Ausstattung der Maschine für den Verkauf substnziell sei, vielmehr wurde nach einer wesentlichen Veränderung im Design der Maschine, bei technisch identischer Ausstattung, ein 15%er Verkaufszuwachs erreicht.

Spricht man von verkauften Stückzahlen aller Produkte, so erkennt man die Unternehmensentwicklung.

Wurden noch im Jahr 2004 150 Produkte verkauft, so lautet die Zahl aktuell 1760, mit der Perspektive auf weitere Verkäufe bis zum Jahresende.

So ist z.B. in diesem Jahr bei den Knickladern das Modell V452T X-TRA HD mit 211 Einheiten der Verkaufsschlager.

Die Maschine ist mit einem Kubota Motor, der 33KW/45PS leistet, ausgestattet und weist ein Betriebsgewicht von 2775 kg auf.

Insgesamt möchte man in diesem Jahr bei den Knickladern eine Verkaufszahl von 560 erreichen.

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Die Neuen: SK211 und V761T

Als neue Produkte wurden auf der Veranstaltung der Radlader V761T, die Televersion V761T TELE und als absolute Neuheit des Hauses eine Modellreihe an Skid-Steer-Ladern vorgestellt.

Die 761-Serie ist mit einem 76-PS-Deutz-Motor ausgestattet, der die Abgasnorm Stufe IIIB erfüllt.

Standardmäßig ist an diesen Motor eine Hydraulikpumpe mit einer Leistung von 80 L/min gekoppelt.

Für die schwereren Anbauteile mit „High Flow“-Anforderung kann optional ein Lasterkennungssystem bis 150 L/min und 250 bar geliefert werden.

Ein Hinweis: Bei diesem System wird immer genau die hydraulische Leistung geliefert, die tatsächlich benötigt wird (Power on Demand). Hierdurch sind deutliche Kraftstoffeinsparungen möglich.

Die Radlader sind sehr kompakt gebaut und bieten dank ihres modernen CAN-Bus-Kommunikationssystems Komfort, Sicherheit und Bedienungsfreundlichkeit.

Das Eco-Drive-Antriebssystem sorgt zudem für eine maximale Zugkraft bei optimaler Drehzahl.

Wie beim Hersteller üblich, ist nicht nur eine Standardausführung im Angebot, es sind diverse Optionen verfügbar, unter anderem zusätzliche hydraulische Funktionen für den Hubarm, Klimatisierung, Luxus-Bedienkonsole und das patentierte Stabilo-System.

Mit erhöhter Fahrgeschwindigkeit werden in der Spitze 35 km/h erreicht.

Wie schon erwähnt, bietet der niederländische Hersteller erstmals Kompaktlader (Skidsteer) an und bedient damit ein bereits recht umkämpftes Marktfeld.

Entwickelt wurden diese Maschinen besonders für den Straßenbau und den Abbruch.

Die Maschinen werden in drei Motorvarianten angeboten:
Eine Zweizylinder Benzinversion mit 21 PS sowie zwei Dieselversionen, mit 20 oder 25 PS.

Der Antrieb erfolgt, wie bei diesem Typ üblich, über vier Radmotoren.

Wie bei den Radladern, so sind auch hier elektrische und hydraulische Erweiterungsoptionen gegeben und, da mit der gleichen Werkzeugaufnahme ausgestattet, sind viele Austauschteile aus dem Radladerbereich nutzbar.

Die Giant Maschinen werden in Deutschland seit 36 Monaten über die Kieselgruppe (vgl. Erfolgreiche Partnerschaft in 10 Jahren aufgebaut ) vertrieben.

Gerd Ettwig, Vertriebsleiter Kompaktmaschinen bei Kiesel zeichnet ein recht positives Bild in der Zusammenarbeit mit dem Hersteller aus Holland.

So erwähnte er, dass nicht nur die Produktqualität ausgezeichnet sei, auch die Flexibilität des Herstellers sei bemerkenswert.
So wurde z.B. bei Prototypen festgestellt, dass die vorgesehene Kabine für den Nutzer in Deutschland etwas schmal ausgefallen sei.

Umgehend wurde eine geräumigere Version entwickelt, die nun ausschließlich bei diesen Radladern Verwendung findet.

Wie Ettwig weiter aufzeigt, ist man auch beim Vertriebspartner, der seinen Ursprung im Steinbruchbereich und damit im Großmaschinensektor hat, für Investitionen offen und werde die Verkaufsstrukturen bei Kleinmaschinen und im landwirtschaftlichen Bereich noch weiter ausbauen.

Gleichwohl zeigt man sich im Vertrieb mit den Giant-Produkten zufrieden, denn der aktuelle Stand ist, dass bereits 300 Maschinen den Weg zum Kunden gefunden haben.

Oktober 2014